Heute habe ich die ersten Kisten geerntet, in den nächsten Tagen gibt es noch mehr. Gepflückt sind sie also schon, Tüte oder Korb wären mitzubringen. Wenn Sie also Quitten mögen : Kurz mailen.
Bevor ich es vergesse: Bezirksversammlung. 18 Uhr. Hier live. update um 18 Uhr: Na, das klappt ja wieder ganz verzüglich mit der Teilnahme der Öffentlichkeit. Ich habe beide Links von der Tagesordnung im Sitzungsdienst versucht, auch über youtube selbst: Nix. Von wegen “live dabei”. (Auch da geht der Link auf “keine Inhalte”). Mich wundert hier wirklich gar nichts mehr. Das “akademische Viertel” ist rum, – ich geh dann mal wieder…
In all den Jahren, in denen wir uns kannten, bekam meine Freundin Rosemarie immer die erste und die letzte Rose meines Gartens. So war es auch in diesem Jahr. Die letzte Rose des Jahres 2020 habe ich zu ihrem Photo auf meinen Schreibtisch gestellt… Ich vermisse meine Freundin. Auch heute. Ich lese derzeit viel in meinem Tagebuch. Rufe mir in Erinnerungen, wie das alles anfing, “damals” , wie es war, ich mich fühlte, was ich tat… Im Frühling, in der Mittsommernacht … und danach…. Wie ich mich Stück für Stück durch den Paragraphendschungel geschlagen habe. Und Wege hindurch fand, während der Weg an der Tarpenbek, Tag für Tag, Monat für Monat weiter gesperrt blieb. Er ist es noch. Und wie ich dann am 1. Juli wußte: Ich werde ihn nie wieder mit meiner Freundin gehen können… Viel ist geschehen seither. Bitteres. Erleuchtendes. Bis hierhin. Und weiter…
Es wurde nicht gebohrt… Und sehr viel geschlafen habe ich auch … Jetzt wollt ich nur noch mal kurz reinschauen, Ihnen eine Gute Nacht wünschen und sagen: Alles wird gut. Und Grüße nach New York wollt ich senden. Do it! Vote him away !
Neue Woche, alte Viren … Wenn man bedenkt, wie rasant die Infektionszahlen steigen, ist es schon erstaunlich, wie wenig heute und in den vergangenen Tagen davon zu lesen ist, dass die Pflegekräfte der Krankenhäuser morgen erneut streiken müssen, um angemessen entlohnt zu werden. Im Frühjahr überschlug man sich noch mit Dankes- und Lobeshymnen für all die, die in jenen Tagen “systemrelevant”, trotz aller Sorge, aller Unsicherheiten, trotz der Risiken, ihren “öffentlichen” Dienst taten. Für uns … Ob in Schulen, Kindergärten oder bei der Müllabfuhr, der Feuerwehr, Rettungsdiensten, und in den Seniorenheimen und Krankenhäusern – wir alle waren diesen Menschen dankbar, “unendlich dankbar”, so sagten wir. Diese Unendlichkeit scheint von einer kurzen Dauer. Ebenso kurz, wie die Haltbarkeitsdauer der gegebenen Prämien-Versprechen von Politikern….
Moin. Und? Schon alles für den kommenden Winter vorbereitet? Marmeladen gekocht, Früchte eingeweckt? Trockenhefe und Toilettenpapier im Haus? Jetzt ist sie ja da, die zweite Welle. Und mit ihr, all die ungelösten Probleme der ersten…
La poubelle. Ein “Objet Trouve”. Temporäre Ausstellung 12.2.2020. Auf dem Markt von Longue-Cornet.
Aus der Reihe “Augen zu. Kunst im Alltag.” hier noch ein Ready-made aus dem Februar 2020. Andere müssen dafür um die halbe Welt fliegen, um sowas zu sehen, bei uns steht das einfach so herum. Dieses Objekt “Der Mülleimer”, das mit freundlicher Unterstützung der Hamburger Stadtreinigung und unter reger Anteilnahme der hiesigen Befüllkerung im Herzen Langenhorns realisiert werden konnte, ist der Vorläufer des gestern gezeigten Objektes “Poubelle. La Renaissance”, dem Nachfolgewerk der unbekannten Street-Artisten, die sich “Good Wills” nennen… Und hier noch ein Tipp von der Allwissenden Müllhalde.
Ich beobachte seit einem Jahr schon die verschiedensten Versuche, notwendige Reparaturen (oder die Neuanschaffung) diverser Mülltonnen in Langenhorn preisgünstig zu umgehen. Lange Zeit beschränkte man sich darauf, den Müll unter den Fässern ohne Böden einfach hinwegzufegen, präziser: hinwegfegen zu lassen. Der Herbst hätte sich da sicherlich als williger Helfer erwiesen, aber in einer “stetig sich verändernden” und immer “komplexer werdenden” Welt, da braucht man auch “weithin sichtbare Zeichen des Wandels”, quasi sowas wie … “Leuchtürme der Innovationen”. Deshalb hat die hiesige Stadtreinigung mal, kulturschaffend, auf den Wind gepfiffen und etwas Neues versucht, um das Stadtbild aufgeräumter erscheinen zu lassen, ohne gleich zu kostspieligen Reparaturen schreiten zu müssen. Das “Hamburger Mülleimer-Kondom” ( europaweit das Erste seiner Art) verhindert auf einfachste und anschaulichste Weise den “Durchfall des Abfalls”. Beinahe genial! Frau Müller, Künstlerin mit Leib und Seele, empfiehlt, auch aus Gründen der Ästhetik, das Gefällige auf angenehmste Weise wieder mit Nützlichem zu verbinden und deshalb das neue Design, nur ein ganz winzig kleines Bißchen, hinter die alte Funktionalität zurücktreten zu lassen. “Form follows function.” Ein zugegebenermaßen alter, aber gar nichts so blöder Grundsatz der Gestaltungslehre, den man hier, an dieser exponierten Stelle, einmal sinnfällig in Szene setzen kann. Der einfache Dreh: Den grauschwarzen Müllsack von unten über die signalrote Tonne gezogen, mit 2 Streiffen Silber-Gaffa-Tape befestigen: Perfekt, Das Objekt. In Farbkomposition, Form und Nutzen. 😉
Dreht im Wald der Harvester die Runden, wird das Myzel im Boden stark geschunden. Kommt viel Gülle auf die Wiese, geht’s den Saftlingen richtig miese. Pilze wie Menschen: Einige Exemplare sind ungenießbar.
Andreas Kunze (* 1978), bayerischer Pilzkundler
update am Nachmittag: Ich war gestern wirklich schockiert, wieviel Altglas im Gebüsch liegt. Ich fände es wünschenswert, jede*r nähme auf seinen nächsten Spaziergang Gartenhandschuhe, eine Tasche für Altglas und einen Müllbeutel mit. Wenn jede*r von uns das macht, dann müsste der Flurputz entlang der Tarpenbek von Tarpen bis zum Schmuggelstieg doch flott zu erledigen sein… Generalprobe sozusagen, für den glorreichen Tag, an dem die Zäune an der Tarpenbek in Richtung Krohnstieg abgebaut werden. Dann räumen wir, zur Feier des Tages, “unseren” Teil auch auf.