Moin. Der Russe kommt nicht.

Das Dachkammer-Dreigestirn. Prof. Bär, Robbie und das Hasenschaf.

Kalt ist es, aber ich hab die Sonne schon gesehen und sie reingelassen, in mein Herz. Zwei von den Dreien auf dem Photo kennen Sie ja schon, den Dritten, Robbie, hatte ich auserkoren, in meiner Komödie den Russen zu spielen. Er gab mir gestern, nach langen Verhandlungen und Reden mit Engelszungen einen Korb. Will er nicht. Macht er nicht…

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Fräulein Hildegards Gespür für Hallodris

Hilde. Am Ende der Nacht.

Ort: Küche. Zeit: Lange nach Einbruch der Dunkelheit. In der Dachkammer ist alles ruhig, es wird dort wohl schon tief geschlafen. Hilde hat Tills Brief gelesen, dann lächelnd, mit leichter Hand blitzschnell den Haushalt geordnet und dabei ein wenig nachgedacht. Jetzt sitzt sie am Küchentisch, Kerzenlicht, Tinte und Feder liegen bereit, sie gießt sich ein Glas Milch ein, atmet tief durch und dann schreibt sie. Ob es wohl ein Liebesbrief ist? Oder auch ein Gedicht? Wollen wir da mal reinschauen, in diese nächtliche Szene? Und einen Blick auf`s Papier werfen?

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Till und Hildegard. Drama hat Liebespaar.

Fräulein Hildegard in ganzer Größe.

Heute geht der Vorhang wieder auf und wir werden einer Szene teilhaftig, die überfällig war. Es zeichnet sich ab, dass es ein Liebespaar geben wird. Erste zarte Bande wollen geknüpft sein, noch reden die Beiden übereinander, bald aber schon soll es zu einer ersten Begegnung kommen. Das will gut vorbereitet sein, denkt sich der Till und macht sich daran, die Dachkammerpoetin über die Dame seines Herzens auszufragen…

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Nachtgeflüster. Die Küchentherapie.

Vorhang auf . Ort:  Die Küche. Zeit:  Weit nach Mitternacht. Keiner schläft. Jedenfalls nicht in der Küche. Das Hasenschaf und die Poetin, die schlafen schon. Oben, unter dem Dach, in der kleinen Kammer, aus der sich Prof. Bär, Till, Paul und Wan-Zen mit äußerster Vorsicht herausgeschlichen haben. Prof. Bär eröffnet flüsternd die konspirative nächtliche Sitzung.

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Neue Szene. Kirschen im Winter.

Kirschen. Kein Winter..

Auf die sensationellen Photos vom Markt warten Sie heute leider vergeblich, an meinen Knipskasten komm ich erst morgen – heute war ich leider zu spät. Das liegt alles am Wetter. Jawohl! Das bekommt mir nicht. Meine Oma liebte diesen Spruch von der Sonne im Herzen. Ja, schon klar. Aber wie bekommt man die da rein ? In solchen Mengen, daß man einen Hamburger Herbst durchsteht? Von November bis Mai ist doch zappenduster……Das Beste wird sein, ich schreib mir was …

Ort: Dachkammer, Zeit: nach Mittag, anwesend: nur die Dachkammerpoetin und das Hasenschäflein.

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Wan-Zen. Von der Kunst, ein Schild zu reinigen.

Wan-Zen, der Drache der vollendeten Weißheit

Montag. Eine neue Woche beginnt. Ich hoffe, Sie hatten ein ebenso geruhsames Wochenende, wie ich es hatte. Dann frisch ans Werk. Sie an Ihres. Ich an meins. Und die muntere Truppe in der Dachkammer muss auch wieder ran. Wie Wan-Zen sagt: Wenn viel schwer – muss viel üben!

Gong. Vorhang geht auf. Ort: Dachkammer, Zeit: Abend, im Schein von Teelichtern, Rosen- und Hyazinthenduft hängt in der Luft. Die Dachkammerpoetin und Paul haben sich auf ihrem Lager zusammengerollt und schlafen schon wieder. Das Hasenschaf hat eine Weile an der Mimi herumgerüttelt, um sie zu wecken, dann hat der Kater es mit Samtpfoten in seine Schranken verwiesen…

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Steile Lernkurve. Bericht einer Vorarbeiterin.

antiker Behördenfinder. Unentschlüsselt.

Heute heiße ich Sie mal in der Tiefebene des Schriftstellerdaseins willkommen. Kennen Sie ja sicher, diesen Spruch von den Mühen der Ebene. Kenn ich, hab ich. Kunst macht wirklich eine Menge Arbeit. Das sieht man dem fertigen Werk nur nicht an. Wenn ich mir hier über die Schulter schauen lasse, dann auch, um das zu zeigen: Welche Arbeit Kunst macht. Und wieviel. Denn von der ersten Idee bis zum glücklichen Ende liegt ein sehr langer Weg…

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Nächster Akt. Narren ohne Tiefe.

Das Hasenschaf auf dem Bärbauch.

Vorgang geht auf. Ort: Die Dachkammer. Anwesend: Mimi, Prof. Bär, das Hasenschaf. Zeit: Vormittag.

Das Hasenschaf sitzt auf des Bären Schoß, eben hat er noch „HoppeHoppe Reiter“ mit ihm gespielt. Nun schaut es ihn an und es will was wissen. Es will immer was wissen, was alle in der Dachkammer nervt. Alle, außer den Professor. Den nervt das nicht, er liebt es gefragt zu werden, denn er ist von Hause aus ein Erklärbär. Während sich die Poetin in Becksche Textausgaben vertieft, widmet Papa Bär sich mit Hingabe seinem Adoptivkind.   

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