Ich werde dann weg sein …

Heute, am 16. August 2020, ist der Zeitpunkt gekommen, von dem ich Ihnen schrieb. Der, an dem ich mitteile, welche End-Scheidung ich für mich getroffen habe.
Ich werde mit Beginn des Herbstes hier nicht mehr schreiben. Es hat mich lange Zeit sehr beglückt, es für Sie zu tun, aber mittlerweile ist das zunehmend zu einer Belastung geworden. Warum dies so ist, möchte ich Ihnen in der Zeit bis dahin darlegen, auch werde ich Sie bis dahin noch über mein Ringen über die Wiedereröffnung der Wege zur und an der Tarpenbeck weiter auf dem Laufenden halten. Mit Beginn des Herbstes aber werde ich dann nicht mehr öffentlich schreiben. Ich hatte Gründe für diese “Öffentlichkeitsarbeit” als ich damit begann – sie sind nun entfallen. Ich möchte nun das Buch schreiben, das ich schon lange habe schreiben wollen. Vielleicht werden Sie es eines Tages kaufen können – vielleicht auch nicht. Das wird nicht davon abhängig sein, ob ein Verlag es veröffentlichen will. Ich selbst kann diese Frage für mich nicht beantworten. Warum das so ist, darüber will Ihnen noch schreiben, denn es geht Sie durchaus etwas an und ich will keine Antwort schuldig bleiben und niemanden, der dieses Tagebuch liebgewonnen hat, enttäuscht und ratlos zurücklassen. Sie sollen wissen, was zu dieser Entscheidung führte und warum ich keine andere treffen kann.
Heute will ich Ihnen es einfach nur mitteilen. Es ist der richtige Zeitpunkt. Plötzliche Abschiede sind sehr schmerzhaft, es ist besser, sich darauf vorbereiten zu können.
Diese Möglichkeit möchte ich uns mit dieser Ankündigung eröffnen. Bitte vergessen Sie nie dies…

Ich wünsche uns allen einen gesegneten Sonntag.

Moin. Mittwoch, der 12. August 2020.

Little Rose Cottage. Die Eule auf dem grünen Dach.

Moin… Und ? Hat Sie das gestrige Schreiben aus dem Rechtsamt auch erheitert? Mir bescherte es eine Art “Schlüsselmoment”, in dem jedwede Empörung über das “Verwaltungshandeln” des Bezirksamtes Hamburg-Nord erlosch. Ich habe einfach nur lachen müssen. Das kann ich beim allerbesten Willen nicht mehr Ernst nehmen.
Bevor ich mich für das Schriftstellen entschied, habe ich lange Jahre in einer großen Steuer- Wirtschaftsberatungs- und Rechtsanwaltskanzlei gearbeitet. Ich kenne so ziemlich alle Arten von “Behördenschreiben”und “Verwaltungsakten” aber dieses ist wirklich unvergleichlich. Ich hab es mehrfach lesen müssen, weil ich zunächst nicht glauben konnte, dass es tatsächlich aus einem Rechtsamt kommt…

„Moin. Mittwoch, der 12. August 2020.“ weiterlesen

Moin . Dienstag, 11.08. 2020. Markttag ohne mich.

Bürger Deilmann beim Studium der Gesetze. Impressionen aus Longue Cornet, dem Dorf, in dem auch Citronen reifen.

Moin. 29 Grad um 11 Uhr – aber immer noch erträglich in der Dachkammer… Was ich mache? Ich bin Herrn Deilmann behilflich und studiere auch. Heute mal wieder das Verwaltungsverfahrensgesetz. Interessante Lektüre.
Und Sie? Haben bestimmt auch was zu tun… Ich wünsch Ihnen viel Freude daran, sonst wär`s ja vergeudete Lebenszeit, nicht wahr?

„Moin . Dienstag, 11.08. 2020. Markttag ohne mich.“ weiterlesen

Tach auch. Montag, der 10.August 2020

Ausdrucksstark… Im Dahliengarten 2010.

Wieder spät geworden, sorry, ich hatte den ganzen Vormittag mit der “Akte Tarpenbek” zu tun. Derzeit bin ich mit der Suche nach der zuständigen Fach- und Rechtsaufsicht für das Bezirksamt-Nord befasst und habe schon mal, zur Vorbereitung des Prüfungsersuchens, ein Schreiben aufgesetzt. Irgendwann findet sich bestimmt irgendjemand, der sich unseres Problemes ernsthaft anzunehmen bereit und auch Willens ist, das Handeln des Bezirksamtes zu prüfen. Vom Rechtsamt habe ich auch nach einer Woche noch immer keine Lesebestätigung, noch eine Mitteilung darüber, ob man man sich mit unserem Anliegen überhaupt noch befasst. Vermutlicht wieder im “Spam-Ordner” gelandet. Das Letzte, was ich hörte war:

„Tach auch. Montag, der 10.August 2020“ weiterlesen

Moin. Sonntag, der 9. August 2020

Im Naherholungsraum “Dahliengarten” . Mit angeschlossenem Volkspark. Jetzt 100 Jahre jung…

Moin. Noch keine 10 Uhr und schon 27 Grad… Es wird wieder ein heißer Tag. Bäume verdursten, Wälder brennen. Und wer hat`s gemacht?...
Blechlawinen rollen heute zurück von Nord- und Ostsee. Auch eine Art von Corona-Demonstration… Ja, auch ich will das Leben genießen – aber dieser Massenauflauf soll Genuß sein? Und verantwortungsvoller Umgang mit einer Pandemie? Ernsthaft? Angesichts all der fehlgeschlagenen Lockerungs-Feldversuche, die sich auf der ganzen Welt zeigen? Es gibt unzählige wunderschöne Landschaften, unglaubliche tolle Seen – und dieser Autokorso ist alles, was die Phantasie noch hergibt? …
Ich? Schwitze mich durch den Tag, bis es zur Nacht wieder kühl wird, erlebe ein Abenteuer nach dem Anderen, im Land der Paragraphenreiter, im Krötengrund und der Rosengrotte, in den Straßen Langenhorns, bin Zaungast in seinen Gärten und Schrebergärten, auf meiner phantastischen Reise durch das Leben…
Ich nehme zunehmend Abstand, mehr und mehr, vom “geschäftigen Außen”, innerlich richte ich mich auf… Ich lache tiefer, lächle anhaltend, schweige öfter, als ich es von mir gewohnt bin. Das Leben ist schön…
Ein Spruch von Rousseau ist mir eingefallen, angesichts der Schönheit des Sonnenaufgangs, des Vogelgesanges, dem Meer von Blüten…
“Alles ist gut, wie es aus den Händen des Schöpfers hervorgegangen; alles entartet unter den Händen der Menschen.”

Mein persönlicher Spruch der Woche?
Während die Weisen noch grübeln, erobern die Dummen die Festung.

Ich wünsche Ihnen einen heiter-besinnlichen Sonntag.

Moin. Samstag, der 8. August 2020

Botanische Gärten Langenhorn. Nachtkerzen. Jetzt in Blüte. Überall.

Moin. Für mich ist es viel zu heiß. Für die, die es aber nach draussen zieht, hätte ich einen kleinen Freizeittipp. Bildend, an der frischen Luft, auf gewidmeten Strassen und Wegen, und bei freiem Eintritt.
Schauen. Und staunen. Einen schönen Samstag, den wünsch ich Ihnen.

Moin. Freitag, der 7. 8. 2020. Helden des Alltags.

Vorher. Nachher. Mittendrin. Ein Beispielbild.

Weil es so schön ist, heute morgen gleich noch einmal. Verbunden mit dem Hinweis, dass der Spezialreiniger “Grüne Seife” heißt. Und der Schwamm: “Weiche Lappen”. Keine Leiter, (Gefahr!) sondern Teleskopstange. Ich dachte, ich sags nochmal, für den Fall, dass auch Sie selbst mal den Feudel in die Hand nehmen wollen. Da die meisten Unfälle im Haushalt passieren, ist es ohnehin besser, in der Freien Schildbahn zu putzen.
Wohin wir kommen, wenn das Jeder macht? Zu einem blitzblank ausgeschilderten Langenhorn. Die Welt wird wieder die Straßen und Wege zu uns finden.
Wirkt sofort und wir sparen uns viel viel Geld für all die neuen Schilder. Damit sichern wir dann andere “Gefahrenstellen”. Zum Beispiel die an der Tarpenbek.
Danke, Herr Dabbert, Ihr Einsatz für unsere Gemeinschaft ist wirklich vorbildlich. Eine wahrhaft schöne Anregung! Ich bin dabei.

In Niederbrarup blitzt schon alles. Die Bürgermeisterin stieg doch wahrhaftig auf eine Leiter und legte selbst mit Hand an.
Was aber einem Niederbraruper*in zur Ehre gereicht, das kann doch einem Langenhorner*in 🙂 auf Dauer nicht verwehrt bleiben…

Eilmeldung: Skandal! Senat schmeißt Steuergelder zum Fenster hinaus. Senatoren trieben Unfug.

Professor Bär. Sachverständiger für Lebenslagen und Robbie Rettfoorth-Kamp, rasender Reporter von Antenne Freie Dachkammer. In Urlaubsvertretung von Fräulein Hildegard.

Eine Sondersendung von Antenne Freie Dachkammer. Ihr virtueller Radiosender in und für Langenhorn. Immer aktuell und richtig schnell.

Guten Abend, meine Damen und Herren. Unsere Wilde Hilde macht Urlaub, ihre Vertretung hat dankenswerter Weise unser Robbie Rettfoorth-Kamp übernommen, der mit Professor Bär vor dem Bezirksamt-Nord steht. Robbie, bevor Prof. Bär die Lage für uns analysiert, erzählen Sie uns bitte zunächst von der Nachricht, die heute Furore machte:
Der Senat soll mit einer groß angelegten Kampagne im vergangenen Jahr für die Reinigung von Strassenschildern das Geld total zum Fenster hinausgeworfen haben.
Was ist dran an den Spekulationen und wie kam es dazu ?

„Eilmeldung: Skandal! Senat schmeißt Steuergelder zum Fenster hinaus. Senatoren trieben Unfug.“ weiterlesen

Moinsen. Mittwoch, 6. August 2020

Urlaubsgrüße aus Longue Cornet.

Moin. Na, wie isset? Ich will mal hoffen, gut. Und auch mir geht es prächtig. “Den Garten sauber zu machen bedeutet, das eigene Herz zu reinigen” steht heute auf meinem Kalenderblatt. Wohl wahr. Mein Herz ist jedenfalls sowatt von rein… Und der Rasen wie von Zauberhand gemäht. Meinem Gatten sei Dank. Und dann bin ich obendrein gestern noch von Nachbarn beschenkt worden: Vor Rose-Cottage wird demnächst eine schöne Laterne stehen. Punktum: Ich genieße den Sommer, das Bezirksamt ist weit weg und für unser Anliegen ebenso unzugänglich wie die Tarpenbek,( Merke: Kein Übel ist jemals von Dauer gewesen.) meine Trauer hat ihren Platz gefunden…Alles ist auf dem Weg, alles ist gut, wie es ist, selbst dann, wenn mans grad nicht merkt, und es dauert so lang, wie es dauert. Alles fließt wieder. Wie das Blut in meinen Adern…
Es tut mir gut, das Leben im Garten, gestern verspürte ich nicht die geringste Lust zu schreiben und hab`s dann auch gelassen. Kann jetzt öfter mal passieren. Sommertage. Satte Farben, reifende Früchte und wundervolle Düfte. Leben, in Fülle, überall. Ich will keinen Tag versäumen…
Sollten Sie auch nicht. Wann immer Sie können, nehmen Sie Abstand. Nicht nur von Anderen, sondern auch mal von sich selbst und dem Alltäglichen. Tut sehr gut und es gibt keinen besseren Zeitpunkt.
Der richtige ist: Jetzt.