An die Börner. Sehr eilbedürftig. Betrifft den “Umbau” der Tangstedter Landstrasse.

Bei meinen Exkursionen zum Sitzungsdienst ist mir heute das hier vor die Füße gefallen.
Es betrifft die Anlieger der Tangstedter Landstrasse vom Wördenmoorweg bis zum Wattkorn Das wird Ihnen ganz erhebliche Probleme bereiten, was “die Verwaltung” da für Sie plant. Der Hauptausschuss hat sich schon damit befasst, wie Sie lesen können. Sie wurden, wie üblich, weder von Politik noch Verwaltung bisher darüber hinreichend informiert, das können Sie aber jetzt hier selbst machen, Sie brauchen die ja nicht wirklich – sie haben ja immer noch mich im Ärmel. (Ein bißchen Eigenlob muss sein, hat Professor Bär gesagt, und ich bin wie das Hasenschaf. Ich häng an seinen Lippen). Gerne 😉 Doch weiter im Text, die Lage ist ernst. “Sollte eine Kalenderwoche nach Termin keine Stellungnahme eingegangen sein, gehen wir davon aus, dass keine Bedenken gegen die Planung bestehen.” schreibt das Bezirksamt. Der Termin ist der 15. Mai 2020.

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Mein erstes Epigramm

Vogelhaus.Vermutlich ohne Baugenehmigung.

Huiih. Ich habe fertig. verdichtet und es ist ein Epigramm geworden. Mein allererstes. Höchstwahrscheinlich, denn ich kann mich nicht dran erinnern, schon mal eines geschrieben zu haben. Was aber am Alter liegen könnte, an Vergeßlichkeiten zugunsten gewählter Augenblicke. Oder an der Menge des “Outputs”. Aber ich glaub schon, es ist das Erste, denn als ich heute morgen aufstand, da wußte ich ja nicht einmal, dass es sowas gibt. Epigramm! Allein datt Wort. So…leichtgewichtig. Vier Verszeilen, schwupps un feddich. Ein einziger Gedanke und die Sache is erledigt. Zack – Feierabend. Ich glaub, das mach ich mal öfföffters…Streng genommen ist das 3-Seiten-Gedicht von vorgestern, das ich Ihnen immer noch schulde, (Gemach, gemach) ein Mega-Epigramm. Lauter Vierzeiler, die man allesamt auch einzeln verbraten könnte, hübsch aneinander gereiht, zusammengestellt, zu etwas nie Dagewesenem, eine heitere Komposition, ein einzigartiger long-distance-Abgesang der Verwaltung auf den mündigen Bürger. Lang gesucht, nie gewollt…
Achach. (Frau Müller seufzt.) Wie kam ich jetzt überhaupt dadrauf? Ach, das Epigramm. Hier sind sie, die vier Zeilen, in Versform.

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Teatime. Post von der Pressestelle.

Die habens hier nicht so mit Schildern. Suchen Sie sich einfach eines aus. Ich nehme immer das von der Gewässeraufsicht.

Es hätte ja auch ein schöner Tag werden können, mit einem ganz normalen “Feierabend”. Aber ich musste natürlich mal wieder Fragen stellen…Heute waren es diese: Hallo Herr #Behörde4
Ich erarbeite gerade noch den Fragenkatalog, der Ihnen zu Beginn der kommenden Woche voraussichtlich zugehen wird. In diesem Zusammenhang habe ich Fragen, die ich mir vorab zu beantworten bitte:
Wieviele laufende Meter Zaun sind bei der jetzigen Sperrung verbaut worden, wieviele Tore und was hat diese Maßnahme bis heute insgesamt gekostet?
Wer hat die Maßnahme wann angeordnet, von wem wurde sie durchgeführt und aus welchem Etat werden die Kosten gezahlt ? Mit freundlichem Gruß Mimi Müller
Kaum dass ich mir meinen Tee gemacht hatte und gerade dabei war die Füße hoch zu legen, bekam ich Antwort. Und zwar diese…

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Zwischenstand Akte Tarpenbek

Ich habe den Vormittag mit Telefonieren und Mailen verbracht. Parteienvertreter, Regionalausschussmitglieder, Pressestelle, nun nehme ich Kurs auf den Hauptausschuss. Das einzige Gremium, das überhaupt noch tagt…
Ich kann Ihnen sagen, dass das alles immer abenteuerlicher wird und mehr und mehr Fragen aufwirft. Sobald ich erste Antworten habe, erfahren Sie sie. Jetzt bringe ich die “Mühen der Ebene” dieses Vormittages hinter mich. Und esse was…

Moin. Ein trüber Donnerstag.

Langenhorn Markt. Unser Blumenbeet unter der Eiche. Gestern.

Grau, bewölkt, leichte Brisen – damit ist der Morgen umfassend beschrieben. Moin… Auch ansonsten sind die Aussichten eher trüb. Wenn die Ministerpräsidenten-Kakophonie ein Ende fände, dann wär`s ja gut, aber…Nee, um diese Zeit sollte ich nicht einmal an den Scherbenhaufen denken, den diese Selbstsüchtel hinterlassen haben.
Ich mach mir besser erst einmal einen starken Kaffee und hoffe, Sie haben tief und fest geschlafen und ihr Rücksturz zur Erde gestaltet sich sanft. Kanne Tee steht auf dem Tisch, Zeitung hab ich irgendwo verbummelt. Ich geh mal suchen…

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Grüne Seife. Neuer Akt nach größerer Pause.

Bloß nich am Lack packen !

Wir befinden uns auch diesmal wieder in der Dachkammer, die üblichen Verdächtigen sind anwesend, die Nachmittagssonne scheint durch das Westfenster, man sieht jeden einzelnen Streifen auf den äußerst schlecht geputzten Scheiben. Frau Müller kann das nicht besser. Frau Müller hat “Schulter”. Die Poetin hat sich etwas im Garten verdichtet, der Kater sitzt auf dem Kompost, Till ist mit seiner Laute an die Tarpenbeck, spazieren (er passt durch die Gitterstäbe). Schauen wir mal rein, in die Probe des neuen Aktes…

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Finger weg ! Nur kucken, nicht anpacken.

Bryologie

Schauen Sie doch bitte hier mal rein oder holen Sie sich das Wochenblatt aus dem Briefkasten. Seite 3. Ein wundervoller Artikel zu einer ebenso beherzten, aber, wie die Fans von “Grüne Seife” wissen, “nicht so recht erlaubten” Tat. Ich beglückwunsche uns alle zu einem solchen Nachbarn! Sollte unser Held der Alltagsarbeit ein Knöllchen kriegen, dann legen wir alle zusammen, zeigen uns solidarisch und putzen das nächstbeste Schild vor unserer Haustür. Hilfsweise können wir aber auch alle beim Wegewart anrufen und die zu reinigenden Schilder melden, nur brechen dann sämliche Leitungen zusammen…Wie auch immer: Wenn Sie diesem schönen Vorbild folgen und selbst auch Hand anlegen wollen, dann nehmen sie bitte Grüne Seife, weiche Lappen und auf gar keinen Fall ! eine Leiter. Soweit waren wir ja schon und dahinter wollen wir auch nicht mehr zurückfallen. Der Mann hat also alles richtig gemacht, denn wenn Sie genau hinsehen, ist das kein Schrubber. Sondern ein Wischer mit Plüsch und Plum. DANKE, Herr Gabbert. Sie sind mein Held.
Photo nicht vergessen, wg. weil …”historisches Zeitdokument” aus Coronazeiten. Als die Bürger aus purer Langeweile frech geworden.
Die Korrespondenz i.S. Schilder putzen, mit allen Details zu Art und Weise der unerlaubten Durchführung, mit dem Bezirksamt geführt, ist nachzulesen in der Kategorie “Grüne Seife. Eine Komödie.”
Das Leben ist kein Wunschkonzert.

Langenhorn im Zauberlicht ? Oder Sonnenstich…

Der Wolkenfrosch von Langenhorn

Ich muss Sie das jetzt mal fragen, das lässt mir einfach keine Ruhe… Finden Sie, daß sich das Licht in Langenhorn verändert hat? Und die Farben? Besonders jetzt, an den sonnigen Tagen? Die Farben sind anders, find ich, alle tiefer, satter, ich dachte erst, das wäre vielleicht so eine Art … Gefühlsüberschwang. Ich nahm an, ich empfinde das alles so intensiv. Über Physik hab ich mir dabei anfänglich überhaupt keine Gedanken gemacht, ich fands einfach nur toll. Und so tief in die Seele gehend. Aber es hält jetzt schon so lange an, und die Farben sind so zauberhaft wie dauerhaft, auch dann noch grandios, wenn ich mich über die Sperrung der Tarpenbek ärgere, und zornig zusammen mit Wan-Zen Feuer in die Kuppel unseres Zirkushimmel spucke. Und ich frage mich nun, ob diese intensiven Farben mit dem Licht zu tun haben könnten. Ob es ein objektives und keine subjektives Phänomen ist. Ob es sich anders bricht oder so, weil ja über Langenhorn derzeit kein Cerosin und Feinstaub herumwabert. Weiß das jemand? Vielleicht ist das irgendwie…so ähnlich, wie damals, in meiner Jugend, als der Himmel über der Ruhr wieder blau war. Ich kann mir das nicht erklären, es ist nicht stimmungsabhängig. In Physik war ich aber…Ich sach et ma so: In Kunst, Religion und Schönschrift hatte ich eine Eins…Wenn Sie wissen, woran es liegt, dann schreiben Sie es mir bitte. Ja oder Nein reicht auch schon. Hat sich die Brechung des Lichts verändert? Und erscheinen mir deshalb die Farben anders ?

Guten Morgen. Magic Mittwoch Mai Morning.

Im Botanischen Garten Klein Flottbeck. Bestimmt auch bald wieder geöffnet. Weitläufig. Und wunderschön.

Moinsen. Sonnig, blauer, Himmel, ein paar Schleierwolken, Scheiben nass, frisch, wenig Wind. Ich bin noch nicht wach, seh auch nicht so aus und es wäre schön, Sie könnten mir heute einen Kaffee hinstellen. Hier die Zeitung mit kulturellen Lockerungsübungen , ab Mitte des Monats beginnt dann wohl der nächste Kurs : “Power-Yoga” mit Tünnes und Schäl”. Näh, Freunde, ich muss erstmal richtig wach werden…
Grüße gehen nach: Scharbeutz, Loxstedt, Gross Kummerfeld, Saint-Genis-Pouilly, Nürnberg, eine wachsende kleine Leserschar in Toronto und an all die vielen Hamburger, die neu hinzulesend sind. Ich wünsche uns allen einen angenehmen und sonnigen Tag mit viel Freude am Leben. Heute werd ich mal irgendwas dichten. Vielleicht mal ein kleine Ode an Langenhorn? Mal sehn. Jedenfalls ist mir heute mehr poetisch als politisch. Gehört auch zur Lebenkunst: Die Gunst des Augenblicks stets zu nutzen…

update: Ein neuer Trend, den ich sehr begrüße. Offene Worte.
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