Moin. Mittwoch, der 7. Oktober 2020.

Dichte Vegetation? Lebensgefährlich? Unbegehbar? Freie Landschaft !

Und? Haben Sie die Stellungnahme des Bezirksamtes im Wochenblatt schon verkraftet?
Ich nicht. Das alles ist unfassbar und wird es täglich mehr.
Rund 10 Monate sind die Wege an der Tarpenbek gesperrt und unzählige Begründungen dafür wurden gegeben. Zuletzt behauptete man akute Gefahr für Leib und Leben. Und nun ist von all dem gar keine Rede mehr: Nun soll der Beschluss gefasst worden sein, um für 50.000 Euro zu prüfen, ob ein “regelkonformer” “barrierefreier” “Wanderweg” hergestellt werden kann, um mobilitätseingeschränkten Mitmenschen die Nutzung ermöglichen zu können. Ach. Und deshalb ist der Weg seit 10 Monaten für Alle gesperrt? Weil man mal Barrierefreiheitsmöglichkeiten prüfen will? Man geniert sich auch nicht, “moralische Totschlagargumente” an den Haaren herbeizuziehen? Was da jetzt aus dem Hut gezaubert wird, den wir grüßen sollen, das kann doch einfach wirklich nicht mehr wahr sein …

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Herbst. Auch im Blätterwald ein erstes Rauschen…

Der Himmel über Langenhorn. Von gestern. Und heut schon vorbei 😉 .

Hab ich nicht gesagt, ich bin gespannt, was als Nächstes kommt? Und schon gibt es die neueste aller immer wieder neuen “Stellungnahmen” und “Erklärungen” des Bezirksamtes in Sachen Tarpenbek. Man mag es einfach nicht mehr glauben…
Ladies and Gentlemen, the Bezirksamt North proudly presents:
“Das Allerletzte”.
Tusch !
Nachzulesen am Ende des Artikels ” Die Sperrung ist rechtswidrig” im virtuellen “Wochenblatt”. Und natürlich auch in der Print-Ausgabe in ihrem Briefkasten.
Ich wünsche uns allen eine Gute Nacht.
Morgen ist auch ein Tag. Heute staune ich nur noch und schweige…
Sonst regt sich der ein oder andere wieder auf und kommt dann danach nicht gut in den Schlaf. Sowas macht ja schnell verdrießlich…

Der Interstellare Raum. Vom Vakuum zwischen himmlischem Anspruch und irdischer Wirklichkeit.

Photo von “Pezibaer”. Pixabay.

Ab und an muss ich lesen, weil mir die Worte ausgehen.
Akute Buchstaben-MangeIerscheinung. Ich hau ja hier solche Mengen davon raus, da muss ich hin und wieder an irgendeine Buchstabentankstelle und an einer Textsäule die Bestände auffüllen.
Heute war ich mal, eher zufällig, auf der Grünen-Homepage Hamburg-Nord.
Für die von Auswärts Mitlesenden muss ich noch kurz die politische Lage vor Ort erläutern:

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Sonntag, 4. Oktober 2020

Moin. Himmel: Bleu. Scheiben: Nass. Kein Wind.
Gestern bin ich Richtung Tarpenbek spaziert. Alles dicht. Aber kein Übel ist ja je von Dauer gewesen und so sehne ich den Tag herbei, an dem auch dieses ein Ende haben wird. Beim Anblick dieser Zäune, Ketten und Schlösser frage ich mich immer wieder, was das für “Volkvertreter” sind, die sich derartig von einer Verwaltung an der Nase herumführen lassen. Und sich standhaft weigern, sich mit ihren eigenen Fehlleistungen zu befassen. Selbstkritik? Null. Was da in der letzten Regionalausschusssitzung geschah, das spottet wirklich jeder Beschreibung. Es ist ebenso unfassbar, wie die Verlegung der kommenden Sitzung. Das muss man sich mal vorstellen: Just in dem Moment, als die Öffentlichkeit wieder zugelassen werden kann, geht man im Bezirksamt-Nord hin und verlegt die Sitzung in einen deutlich kleineren Raum. Es ist zu fürchten, dass wir erneut draussen bleiben müssen – oder aber das Publikum einer “strengen Auswahl” unterzogen und “handverlesen” werden sein wird…

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Moin. Samstag, der 3. Oktober 2020.

“Goldener Oktober”. Eine temporäre Ausstellung der Natur. Um Achtsamkeit wird gebeten.

14 Grad, trüb, trocken, windig. Der wilde Wein, der das Dachkammerfenster umrankt, färbt sich nun rot, jeden Tag ein wenig mehr. Was Sie machen, weiß ich nicht, ich mummele mich jetzt in eine dicke Jacke und geh raus, spazieren, und schau mal nach, ob die ersten Maronen vom Baum gefallen sind…
Man sieht sich…

Moin. Frisch erwacht ist halb gewonnen…

“Billies Bild” Kunst auf dem Bürgersteig. Eine temporäre Ausstellung der Natur in allen Straßen Langenhorns.

Moin. Bedeckt, trocken, windstill, 13 Grad. Kaffee hab ich hingestellt, hier die Zeitung.
Da sprech ich mit meinem Mann die Tagesaufgaben ab und da sagt er, er möchte heute zum Wochenmarkt am HC in Norderstedt. ” Und was” hab ich gefragt, “wenn die mich dann wirklich nicht mehr hier reinlassen?”
Mein Gatte, wie schon angemerkt Hardcore-Friese, hat dann vorgeschlagen, ich solle mitfahren bis zur Landesgrenze, er setze mich am Schmuggelstieg ab, wo ich auf der Brücke über die Tarpenbek auf ihn warten könne, bis er mit Birnen, Bohnen und Speck zurückkehre. Die Brücke sei ja quasi Niemandsland…
Diesmal konnte ich drüber lachen. Aber nicht sehr lange…
Je wacher ich werde, desto riskanter scheint mir die Unternehmung. Gabs da nicht mal diese Geschichte, in der ein Mann jahrelang auf einem Flughafen festgesetzt wurde?
Den Rest meines Lebens mag ich nicht auf einer Brücke zubringen. Nicht mal auf einer über die Tarpenbek…

Freitag. Das Wochenende steht vor der Tür. Und ein Herbst, der genossen sein will.
Egal, bei welchem Wetter…

Nun zum Witz des Tages.

Meine Freundin Rosemarie, in einem Hummelsbütteler Rapsfeld. Heute vor 3 Monaten ist sie gegangen. Wir haben gern zusammen gelacht.

Zur Ermutigung zunächst mal Musik. Von einem, der auch in Hamburg lebt.
Das in diesem Lied gepriesene “Grün”, ist bestimmt nicht das, das gerade die Zweige des Langenhorner Lebensbaumes bricht.
Aber das nur am Rande, ich wollte Ihnen ja den Witz des Tages erzählen:

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Auch Schlafen ist eine Form der Kritik. Vor allem im Theater.

Herbstgrüße aus der Freien Landschaft.

… sagte George Bernhard Shaw.
So gesehen war ich heute sehr kritikfreudig, denn ich habe mich gegen 14 Uhr für ein Stündchen auf mein Lager gelegt und bin gerade erst wach geworden. Schön tief war er, der Schlummer, und traumlos. Tiefenentspannung setzt langsam ein…
Wie auch immer: Heute mag ich nicht mehr schreiben. Ich möchte einfach herumdroemeln, die Ruhe behalten, die sich grade in mir breit ganz macht. Ich hab sie so lang missen müssen… Ich werde noch ein bißchen Musik hören, träumen, den inneren Frieden genießen. Der Herbst wartet auf uns. Wenn wir Glück haben, wird es ein goldener sein und uns feuerfarben verwöhnen. Und wenn ich Recht nicht nur habe, sondern wir es auch bekommen, wer weiß – vielleicht können wir ihn dann an der Tarpenbek mit jedem Atemzug genießen. Können die Pilze riechen. Und Schlehen sammeln. Später dann, wenn es Winter und kalt sein wird, dann nippen wir vielleicht an einem Likör, den wir aus ihnen gemacht haben und denken mit Freude zurück, an diesen seltsamen Sommer 2020 in Langenhorn. Ein Sommer, in dem wir wach wurden und es blieben, um nicht auch die letzte Chance noch zu verschlafen. Und danken ihm, dass er uns half, zu wachsen…
Schlafen Sie gut…