Die Morgenlage

Auf meinem Schreibtisch.

Moin.Weil hier am frühen Morgen schon Viele hereinschauen, da dachte ich, es wäre vielleicht ganz gut, ich eröffnete eine neue Kategorie (Morgenlage) und spiele da sowas wie ein Gute-Laune-Lied ein, irgendetwas, das geeignet sein könnte, uns den Start in den Tag zu erleichtern. Mir auch – also kein Punk. Beizeiten geäußerte Musikwünsche und Grüße werden berücksichtigt. Ich wünsche Ihnen einen Tag, an dem Sie alles mit Freude machen können. Wir leben ja jedes Leben nur einmal.

Bevor ich es vergesse: Das Kaufland hat geantwortet. Meine Beschwerde (siehe Artikel “Briefe” ) ist jetzt da angekommen, wo sie hingehört. In der “Führungsebene”. Denn die Kassiererinnen sind ja nicht verantwortlich für das Tempo. Die leiden genauso wie wir … Ich habe mich vor langer Zeit für den Glauben an das Gute entschieden. Und auch hier glaube ich fest daran, dass sich alles zum Besseren wenden lässt. Wenns was Neues gibt, sag ich Bescheid…

Briefe. Über literarische Fingerübungen.

Tja. Eben schreib ich noch, ich geh zur Ärzt*in, da hab ich auch schon frei. Frau Doktor ist krank. Da wünsch ich ihr Gute Besserung und Ihnen, daß Sie gesund bleiben mögen. Und nutze die Zeit, Ihnen mal einen anderen Brief einzustellen, einen, den ich nicht an das Bezirksamt schrieb. Aus Gründen der Seelenhygiene schreibe ich nämlich viel, gerne und häufig Briefe. Einerseits ist das eine feine literarische Fingerübung, im Moment sogar Physiotherapie, andrerseits mag ich, wenn ich verärgert bin, den Ärger nicht versehentlich an Anderen auslassen. Und in dieser Gefahr stehen Rheinländer*innen auf Grund der zuweilen überschäumenden Temperamente immer mal wieder… Bei der Lesung im Langenhorner Bürger- und Heimatverein hab ich ja schon ein bißchen aus meinem privaten Nähkästchen geplaudert…

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Nachricht von Bär

Prof. Bär.

Der Sachverständige in Lebenslagen, Herr Bär, und das Hasenschäflein haben mich gebeten, Ihnen diesen Gruß zu überbringen. Beide schlummern noch, denn im Gegensatz zu Pauli und Mimi sind alle anderen Dachkammerbewohner Langschläfer. Heute gibt es keine Vorstellung, das Ensemble ist auf Tournee, zu einer Lesung im Bürgerhaus Langenhorn. Der Valentinstag ist überhaupt ein besonderer Tag. Ich feiere ihn immer. Schenke mir dann Rosen und ein Fläschlein Blubberwasser, häng alle Spiegel zu, geh nicht ans Telefon und öffne keine Post. Alle wissen das, deswegen ruft auch keiner mehr an. Aber alte Gewohnheiten kann man ja auch mal überdenken, weswegen ich es heute mal so richtig krachen lasse werde. Mit meinen kleinen Freunden aus der Dachkammer. Die haben heut Nacht schon das Singen angefangen…

Die fehlenden Seiten. Nachlieferung.

Hier noch die mails, die ich bisher nicht in die Handlung eingebunden habe. Ich stelle sie jetzt der Vollständigkeit halber schon einmal ein, sie sind sozusagen noch unverarbeitetes Material. Für den weiteren Verlauf der Komödie spielten sie keine große Rolle, lediglich die handelnden Charaktere sind minimal davon beeinflusst. Ich schreibe erstmal in der Handlung weiter und kümmere mich bei den Abschlußarbeiten darum. Das ist meine übliche Arbeitsweise. Ich verlasse nur ungern den Sprachfluß, wenn ich grad so schön drin schwimme. Wenn Sie auf das Lesen diese mails also verzichten wollen, das geht, es hat keine Auswirkung auf das Verständnis der folgenden Szenen. Die Lektüre eignet sich aber durchaus zur Vertiefung von Eindrücken. Wie es Euch gefällt. Ich geh solange Steine kloppen.

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Eilmeldung: Bezirksamt-Nord hat fertig.

Mimis Gläserne Kugel zur Vorhersage von Behördenhandeln.

Das glaubt es zumindest. Naja, wir werden sehen. Erst Montag , heute Dienstag – und gleich in der Frühe schon wieder Post. Vom Bezirksamt. Da werd ich mal etwas Tempo rausnehmen müssen. Ich bin ja noch gar nicht dazu gekommen, die letzte Szene zu schreiben, schon steht die nächste an… Vorab mal einen kurzen Auszug, damit Sie wissen: Die Dinge entwickeln sich. Die Behörde ist nicht untätig gewesen in der Zwischenzeit. Hat sich eifrig Mühe gegeben und sich Gedanken gemacht. Hat stilistisch aufgerüstet. Und mir ( in neuer Besetzung ) folgende Zeilen zukommen lassen ( Auszug aus der mail )

“Die Mitwirkung des Bezirksamtes in der „Grüne Seife Komödie“ sehen wir somit als beendet an und wenden unsere Aufmerksamkeit drängenderen Problemen/Aufgaben/Sachverhalten zu.”

Ein fataler Irrtum. Warum? Erzähl ich gleich. Jetzt muss ich mal kurz raus….

Freunde des Theaters

Noch zu retten ?

Bald hebt sich wieder der Vorhang. Huihhhh – da flogen heute aber die mails hin und her. Zuletzt kam dann aus dem Lüfter des PC eine derartig steife Brise, daß Kater Paul sich sofort auf die Heizung legen musste. Fast wär mir der Bildschirm vereist. Die Dachkammerpoetin hat dann zurückgetippt, bis dass die Fingerkuppen qualmten. Jetzt berät sie sich gerade mit Prof. Bär, beide wollen aber noch Wan-Sin, den Drachen der Weißheit, zu den Beratungen hinzuziehen. Der wohnt auch in der Dachkammer. Hat dann wohl in der nächsten Szene seinen ersten Auftritt. Ich trink jetzt erstmal eine Tasse Tee und mach mir ein Gurkensandwich. Und dann mach ich mich an die Arbeit.

Nicht ohne die Neuhinzulesenden im Bezirksamt Nord zu grüßen: Beste Grüße # Mimi, Musik, zwo, drei, vier.

Die Ruhe vor dem Sturm

Sonnenaufgang in Langenhorn. Heute Morgen.

Sonntags gibt es in der Regel hier nichts Neues zu lesen. Außer wenn mir nach Schreiben ist. Oder ich Lust auf eine “Sondersendung” habe. Gleich soll ja “Sabine” hereingerauscht kommen. Ich kann sie jetzt schon nicht leiden. Wie es wohl wird? Die “Worte des Sonntags” stell ich auch rein. Wenn ich geistreiche finde. Heute zum Beispiel. Da fand ich ganz bemerkenswerte Gedankengänge. Eine brilliante Analyse. In einer Zeitung, in der ich sie nicht vermutet hätte.

Dann wollen wir mal hoffen, dass alles gut geht, uns Schlimmes erspart bleibt und wir bald schon wieder einen Regenbogen sehen. “Himmel hilf”, wie das Langenhörchen sagt. Es wünscht uns allen einen guten Sonntag.

Launige Bemerkung am Abend

Bild: Huhn-02
Frau Lehmann. Demnächst auch in diesem Theater.

Und wie ich da so die Treppe emporstieg heute, am Markt, wo oben dann die Kandidaten und ihre unermüdlichen Wahlkämpfer standen, da dachte ich daran, daß ja auch der jeweilige Erste Bürgermeister der Stadt sich niemals herablässt, auf den Rathausmarkt, um seine Gäste zu begrüßen. Alle haben sich zu ihm hinauf zu begeben, um sich seiner Gunst würdig zu erweisen. Und als ich dann oben ankam, bei den Helden der Parteiarbeit, da hatte ich das nahezu unwiderstehliche Verlangen, jedem Einzelnen die Hand zu schütteln und mich vorzustellen ” Guten Tag, mein Name ist Mimi Müller, ich bin die außerparlamentarische Opposition.”

Wenigstens einmal konnte ich meine rheinländischen Temperamente auf Anhieb beherrschen. War ganz einfach: Augen zu und durch.

In der Theaterpause

Ein weiterer Mitbewohner der Dachkammer.

Nun müssen wir warten. Sagte ich ja, daß diese Komödie ein interaktiver Schwank ist. Wie lange? Keine Ahnung, aber ich kann ja mal nachfragen. Wenn Sie sich solange ein bißchen was erzählen lassen wollen: Hier. Das ist auch eine feine Geschichte.