Ein Trio Infernale

Seit der unseligen Lanz & Steeck Talkshow habe ich wiederholt darauf hingewiesen, was sich da zusammenbraute, aus Gründen, die wenig mit der Krise zu tun haben, sondern sehr viel mit den Karriereplanungen und Geltungsbestrebungen einzelner Herren, die diese Krise nutzen, ihre jeweiligen persönlichen Positionen auszubauen. Diesem kleinen Kreis von Karrieristen verschaffte der ebenso umtriebige Kai Diekmann, der mit Herrn Mronz, dem Witwer von Herrn Westerwelle (FDP) Geschäfte betreibt, zunehmend Öffentlichkeit. Deren “storymachine” beförderte eine ganz und gar nicht uneigennützige Allianz, die mehr und mehr zu den unseligen Alleingängen in Nordrhein-Westfalen führt. Man darf auch annehmen, daß Herr Lindner bei all dem, was sich da entwickelt, tüchtig mitredet – ist doch “seine” FDP, mit dem altbekannten Pinkwart als Wirtschaftsminister, Laschets Koalitionspartner. Mich widert das alles nur noch an.

update: Und noch ein Trio Und noch eins. Jetzt bin nicht mehr nur angewidert. Jetzt ist mir vollends zum Speien.

Samstag, 18. April 2020. Chaosdays are here again.

Echt.

Moin. Die Wetterlage ist unverändert, ansonsten ist wieder das Chaos ausgebrochen. Jeder macht wieder, was er will, alle machen mit und Laschet lässt nun auch noch den Koalitionspartner von der Leine. Diese Lindner-FDP kostet wirklich den letzten Nerv.
Jetzt geht die ganze Flickschusterei wieder von vorne los, NRW hat ganz eigene Vorstellungen von Fläche, entdeckt die Möbelindustrie, andre den Sommertourismus, jeder hat seine eigenen Vorstellungen von Schule. Schutzkleidung und Masken gibt es immernoch nicht genug, das Propofol geht auch aus. Während in Schweden die Bürger darüber aufgeklärt werden, daß Chemikalien für die Trinkwasseraufbereitung auf dem Weltmarkt knapp und knapper werden, muss man hier Zweifel bekommen, ob nicht grade verspielt wird, was die Bürger, zur Lageberuhigung, mit Selbstdisziplin sich daheim ersessen haben…

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Von der Umwandlung aller Begriffe. Und meiner.

Da habe ich mich heute nach dem Frühstück vergnügt. Und einen sinnhaften Frühjahrsputz gemacht.Auch in meinem Inneren.

Ja, jetzt sitze ich wieder hier. Beschreibe die immer gleichen Aufführungen des immer gleichen Theaters, benenne Ursachen, die tausende Male schon benannt sind, die jedem bekannt sind und deren Auswirkungen wir alle von Jahr zu Jahr mehr und mehr zu spüren bekamen. Nun wehrt sich dieser Planet, seine Natur wehrt sich, mit dem ganzen Rest der ihr noch verbliebenen Kräfte, mit den kleinen wirksamen “Geschützen”, die diese wunderbare Schöpfung hervorbringen kann…Viren.

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Das humoristische Gymnasium zu Kleve.

Enso 1

Ich war also wieder mittendrin. Wo ich doch hatte aufhören wollen damit, Steine zu kloppen, um an einer Plastik zu arbeiten, die unsichtbar war. Ich hatte doch nur noch schöne Geschichten schreiben wollen, phantastische Geschichten oder Geschichten für Kinder, alles alles, aber keine Gesellschaftskritik mehr, keine Politik, wollte nicht mehr bewegt sein von der Welt und auch nichts mehr in ihr bewegen. Ich wollte im Garten arbeiten, allein, schweigend, von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang. Ein Bier zum Feierabend. Und Nachts wollte ich tief und traumlos schlafen. Das war es, was ich wollte. Dann kam Corona und setzte meinem schönen Plan eines niegelnagel neuen Lebens, voller guter Vorsätze, die Krone aus Pappmaschee und ne Maske aus Baumwolle auf. Nee, so hatte ich mir das wirklich nicht vorgestellt. Und ich? Ich hatte, von mir selber unbemerkt, den Anker gelichtet, die Segel gehisst, war hinaus auf die offene See. Ich, die von einem Leben hinter dem Deich geträumt hatte, hatte sich eingeschifft und wieder Kurs auf Neuland genommen, lebte schon wieder mein altes, vertrautes und so unruhiges Freibeuterleben…
Davon nachher mehr, jetzt gibt es für mich erstmal ein spätes Frühstück. Und für Sie ein Frühstücksgespräch.

Donnerstag, 16. April 2020.

Meine Schreibtischblume der Woche.

Moin, die Sonne scheint schon wieder schön, Himmel blau, Wind still, Luft feucht. Ich bin von den vergangenen Wochen an der Tastatur doch sehr erschöpft und überlege, ob ich mir nicht mal einen Tag frei gebe, aber eigentlich gibt es da gar nichts zu überlegen. Ich muß zwar nicht auf andere Gedanken kommen, mental gehts mir gut, aber ich brauch mal mehr Luft und Sonne… Gestern gabs ja auch einen gewaltigen Sieg der Vernunft, da darf man sich drüber freuen. Und was für ein “Auftritt” dann, von Laschet in den Tagesthemen. Der Mann war ja wie ausgewechselt. Die Kleinsten zurück in die Aufbewahrungsanstalten holen, nein, das wollte er nicht – das war die Bildungsministerin (FDP). Die wird sich bedanken, bei soviel Loyalität. Beim Zurückrudern zeigte er nahezu Leidenschaft, das Kanzleramt immernoch fest im Blick. Er braucht sich ja nun auch nicht mehr so schnell profilieren, hat ja jetzt Zeit bis Dezember…

Hupps. Die Zeitung. hätt ich fast vergessen.

Frühjahrsmüdigkeitsanfall. Frau Müller hat alles verschlafen.

Ich bin grade erst aufgewacht. Der Nachmittag ist rum, der Abend bricht an, der Showdown vorbei, Laschet hat ihn verloren (Yepp!) und ich? Hab das alles verpennt. Schön wars, das Schläfchen, aber nu is der Tach rum… Mir bleibt jetzt nichts mehr zu tun, als wach zu werden und Ihnen eine Gute Nacht zu wünschen – wir sehen uns morgen, in alter Frische. Schlafen auch Sie so wohl….