Moin. Donnerstag. 25. Juni 2020.

Heute ist Markttag auf dem Schmuggelstieg. Morgen in Fuhlsbüttel.

Moinsen. Noch ist es angenehm kühl, Sonne scheint, Wind weht, keine Wolken.Wieder soll es ein heißer Tag werden und wieder ohne Regen. Zeitung (Artikel ist jetzt hinter Bezahlschranke, ich such einen Anderen. Hier. ) auf dem Küchentisch, Kanne Kaffee auch. Ich grüße Sie herzlich an diesem neuen Morgen. Bald werden wir alle wieder zu Hause sitzen, wenn das so weitergeht. Wer einen Fehler gemacht hat und ihn nicht korrigiert, der macht einen zweiten. Sagt Konfuzius. Was Laschet angeht, so geht er demnach gerade in die Vollen …Und noch eine Zeitung. Da kommt auch die Tarpenbek vor. In Groß-Borstel, dem Stadtteil mit der großen Lobby… Ich finde, Langenhorn muss auch eine Lobby bekommen, ganz dringend: Uns, die Langenhorner. Wir sollten uns nicht die Lobbyisten im Bezirksamt zum Vorbilde nehmen, sondern ein kleines gallisches Dorf.
Die spinnen nämlich auch hier, die Römer… Aber wir haben ja seit gestern den Zaubertrank…

Dynamische Lagen, Prozesse, Debatten, Beschlüsse und eine Ankündigung.

Am Wegesrand. Botanische Gärten Langenhorns: Immenhöven Eintritt frei..

Auch im Garten der Freien Dachkammer hat heute eine “Bürgerschaft” getagt. Unsere.
Ich habe mit einem Freund und Nachbarn heute mal die “Akte Tarpenbek” und die derzeitige Lage diskutiert, und was mich daran stört. Ich will ja nicht immer alles mit mir allein ausmachen müssen, schätze Erörterungen, besonders, wenn sie zu Ergebnissen führen.

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Es ist ein Brauch von altersher …

Johannisbeerlikör im Ausgangsstadium.

Wer Sorgen hat, hat auch Likör. Hans Huckebein, der Rabe…Wilhelm Busch, den kennen Sie doch. Heute beginnt für mich die Saison der “Aufgesetzten”. Es sind nicht viele grüne Walnüsse, die ich heute pflücken kann, aber genug, für eine Karaffe. Am Johannistag legt man die Walnüsse samt grüner Schale in ein Schraubglas, füllt es mit Korn, schütteln, zuschrauben und ab damit in die Sonne, auf die Fensterbank. Und in den nächsten Wochen hin und wieder kräftig schütteln…Im Herbst durch ein Tuch abgießen und – je nach gewünschter geschmacklicher Intensität, weiter mit Korn verdünnen. Wer mag kann Kandis dazugeben. Löffelchenweise in den Tee geben…Hilft gegen Trübsinn und Kraftlosigkeiten aller Art, ein gallischer Zaubertrunk mit der ganzen Kraft eines besonderen Sommertages…

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Mittwoch, der 24. Juni 2020. Johannistag

Hier leb ich, hier lieb ich, hier bin ich zu Haus….

Moinsen.Strahlender Sonnenschein, kein Wind, nichtmal ein Hauch, Himmel blau. Wird sehr heiß und was schwer wiegt: es wird keinen Regen geben. Es ist viel zu trocken, das dritte Jahr in Folge… Eine Kanne Eiscafe steht auf dem Tisch, es sind ein, zwei Zeitungen da, ich geh jetzt erstmal eine kleine Runde mit Rose spazieren, nachher ist es zu heiß und beschattet an der Tarpenbek können wir ja nicht mehr laufen…Bis gleich.

Heute findet eine Bürgerschaftssitzung statt. Hier können Sie ab 13:30 Uhr zuschauen
Und dort gibt es auch einen Link auf die Tagesordnung. Darin enthalten ein Antrag auf Verfassungsänderung , der für uns, in vielerlei Hinsicht, von besonderem Interesse ist. Den sollten Sie sich durchlesen !
Und dann ist ja auch schon Sommerpause. Und die Tarpenbek noch immer hinter Gittern…
So viel entgangene Lebensfreude, so viele Einschränkungen im Alltag und bei der Gesundheitsvorsorge. Und gerade für ältere Bürger eine so massive Einschränkung der Lebensqualität, wie sie sich die, die dafür verantwortlich sind, nicht vorstellen können und auch ganz offenkundig nicht wollen. Ich habe in meinem Leben nur Weniges richtig übel genommen, aber die Vorgänge um die Tarpenbek haben nun unbestritten Platz 1 auf meiner Liste.

Frau Müller auf Forschungs- und Zeitreise.

Die Zeitreisende hat Urlaubsphotos in Dänemark gemacht. Schmuggelstieg am Ochsenzoll.

Zeitreisen kann man relativ gefahrlos machen. Man setzt sich einfach ohne Maske allein vor den PC und vergräbt sich in Archive. Sie ahnen ja nicht, was es da alles gibt. Spaß, Spiel und Spannung. Das liegt an der dynamischen Lage und an der Hitze, dass ich das tue und ich kann sagen: Es macht mir viel Freude. Wenn dann später die Dachkammer zur Sauna wird, dann macht das gar nichts, denn ich befinde mich derzeit im Langenhorner Kosakenwinter und Woldemar Hermann von Löwenstern rückt gerade … ach, watt soll ich Ihnen datt erzählen, Sie können sich ja selbst erfrischen. Alles fing damit an, dass ich von dem freundlichen und sehr kundigen Herrn Möller vom Langenhorn-Archiv eine alte Karte kopiert bekam. Eine Schatzkarte! Miss Mimi Marple hat, wissbegierig wie sie ist, die Spur sofort! aufgenommen… und …Bingo! Noch dynamischere Lage!!! Täglich neue Überraschungen, und dann auch noch so gute!…Jedenfalls schnapp ich mir jetzt einen Pastis und lege mich genüßlich zurück. Ein Tag wie aus dem Bilderbuch! Bin schon wieder weg, ich wollte nur mal ein kleines Triumphgeheul anstimmen…

Moin. 23.Juni 2020. Tag mit Johannisnacht.

Miller`s Garden, Longue Cornet . MeinOrange. 😉 Eindeutig schöner. Ganz lebendige Linienführung.

Guten Morgen. Die Sonne scheint, es weht kein Wind – das wird ein heißer Tag. Ich hab gut geschlafen, Sie hoffentlich auch. Ich bin innen wie aussen wohlsortiert, hab mein altes Sommerkleid angezogen und freu mich. Ich will jeden Tag genießen, das Leben ist doch so schön, was soll ich mich da über “Behörde” und die Lokalpolitik ärgern? Außerdem will ich noch Bohnen säen.

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Wenn…

also wehenn….Sie sich gerade so fühlen sollten, wie ich mich fühle, dann haben Sie einen sehr glücklichen Tag gehabt. Wenn nicht, dann vielleicht morgen. In jedem Falle wünsche ich es Ihnen von Herzen und dazu noch, daß Sie schon heut Nacht davon träumen. Bis Morgen.
Mein Hit des Tages? Dieser. Ich hatte heute eine Erleuchtung. Und jetzt bin ich wieder…

Freie Wege !

Mo. 22. Juni 2020. Langenhörnchens Kirschentag

Langenhörnchens Mittsommerfest

Moinsen. Mal Sonne, mal Wolken, Wind. Es soll heiß werden, ich hoffe, nicht hier. Eine Zeitung, mehr kann ich mir nicht zumuten, Kaffee steht auf dem Tisch. Ich wünsche Ihnen einen guten Start in die Woche. Ich muss, wieder mal, meinen Alltag neu strukturieren. Gestern hab ich noch überlegt, wie ich alles gleichzeitig erledigen kann. Watt soll ich sagen? Et is nix bei rausgekommen…In jedem Falle will ich hier weiterschreiben, Klagen hin, Tullus her, – es macht mich froh, ich bin nicht bereit, darauf zu verzichten. Das Kirschfest vor meinem Fenster hat begonnen, die roten Kirschen gehören alleine den Vögeln und Eichhörnchen. Das ist das Eintrittsgeld für mein Fenstertheater, in dem es zu keiner anderen Zeit so viele Vorstellungen gibt, mit täglich wechselndem Programm und vielen neuen Stars. Gehen Sie`s langsam an. Und was immer Sie tun: Machen Sie es mit Freude. Nicht vergessen: Alles wird gut.

Beinahe hätte ich doch vergessen zu sagen: Eine Langenhornerin, die auch Sekretärin ist, hat mir angeboten, die Schreibarbeiten, die für die Klage bei Gericht erforderlich sind, für uns zu erledigen. Das ist ebenso großartig- wie großzügig. Ich bedanke mich dafür sehr.

Die Selbstverzwergung der Lokalpolitik und meine Trauer.

Ich kann also aus eigener Erfahrung sagen, dass das, was den Bürgern in Langenhorn geschieht und auf ihren Seelen lastet, überall passiert. (Außer vielleicht den Bürgern von Groß-Borstel. Aber ich fürchte, auch da sind die Interessen der Bürger nur bedingt die derer, die sich als ihre “Lobbyisten” verstehen.) Und es passiert nicht nur in Hamburg. Es passiert in jedem Bundesland, in jeder Stadt. Überall. Weil etwas faul ist im Staate. So faul, dass es zum Himmel stinkt.

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