Was lange gärt, das wird zur Wut.

Hoffnungskeimer. Langenhorn Markt.

Ich schrieb Ihnen ja von der Traurigkeit, die mich in der Mittsommernacht anfallsartig überkam. Ich will Ihnen heute erzählen, woher sie kam. Als ich in dieser Nacht am Feuer saß und die vergangenen Wochen an mir vorbeiziehen ließ, auch die vielen Gespräche, mit Menschen, die in Langenhorn ebenso unter der Wegsperrung leiden, wie ich und meine Freundin Rosemarie, da fing sie an. Ich habe in diesen Tagen mehr Langenhorner kennengelernt, als in den vergangenen 15 Jahren zusammengenommen. Sie erzählten von den Erfahrungen, die sie selbst mit Behörden gemacht haben, von den Enttäuschungen, die ihnen Lokalpolitiker bereiteten, von der Ohnmacht, die sie zunehmend spüren, von der inneren Imigration, in die sie gegangen sind, obwohl sie einmal sehr engagiert waren. Von der Verletzung, die sie empfanden, weil sie sich be- und ausgenutzt fühlten…

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Moinsen. Sonntag. 21.Juni. Alter Sommeranfang.

Moin. Heute ist schon wieder Sommeranfang. Der von früher. Wir können also weiterfeiern. Gestern war die Feier feucht-fröhlich mit Fisch, Pellkartoffeln und Aquavit – heute reicht ein Glas Wasser und ne Kopfschmerztablette. Ich bin schon frisch, ganz ohne Pille, hab Ihnen schon Kaffee hingestellt und kann sagen: Die Sonne scheint, mäßiger Wind, der Himmel ist blau mit Schäfchenwölkchen, es sieht nach einem richtig schönen Tag aus.
Ich hab einen klitzekleinen Schnupfen, weil ich in der Dachkammer gezielt und mit Vorsatz Durchzug zum Einsatz brachte. Das ist meine Art von Klimaanlage, und da hab ich mich dann mitten hinein gesetzt. Es war klar, daß das Folgen haben könnte, aber ich habe es genossen und bereue nichts. Es war ja auch nur ein halbes Stündchen, also in etwa einen Tag Triefnase. Das halt ich durch – und das Fenster heute geschlossen. So, und nun mach ich einen Morgenspaziergang durch die intervernetzte Welt und besorg uns mal ne Zeitung… Bis gleich. Meine allerherzlichste Grüße gehen nach Bremen 🙂

Sich die Fühler nicht ausreissen müssen…

Photo von Susanne Jutzeler, Pixabay.

Summ, summ, summ.
Es gibt immer mehr Menschen, die sich in dankenswerter Weise um unsere Honigbienen sorgen und sich als als Freizeit-Imker betätigen.
Ich sah in der heutigen Nacht einen kleinen Film, den ich für sehens- und bedenkenswert halte. Es geht um die Varroamilben, Säuren als Milbenbekämpfungsmittel und um: Bücherskorpione und Grooming. Die Informationen möchte ich sehr gern weitergeben. Hier.

Heute : Beschlusslage in und aus der Freien Dachkammer Langenhorn.

Stachelig. Reif. Langenhorner Früchte.

Tag 52 in der scheinbar unendlichen Geschichte “Frau Müller, die Tarpenbek und das Bezirksamt Nord”.
Vorgestern führte ich ein langes Telefonat, das mir sehr gut tat, mich bereicherte und aus dem ich 2 sehr wertvolle Hinweise mitnahm. Zum Abschluss wünschte man mir Erfolg und dass ich meinen Humor nicht verlieren möge.
Als ich in dieser Nacht am Feuer saß, die vergangenen Wochen an mir vorüberziehen ließ, da bin ich sehr nachdenklich geworden. Und als ich später in die Geborgenheit meiner Dachkammer zurückkehrte, da überfiel mich, für mich selbst überraschend und anfallsartig, eine große Traurigkeit. Gern hätte ich sie auf Alkohol zurückgeführt, aber ich bin schon seit Jahren völlig unfähig, mich zu betrinken. Irgendwann liefen mir dann Tränen übers Gesicht, grundlos, wie ich befand, ich trocknete sie, legte mich auf mein Lager.
Da flog eine Elfe durch das weit geöffnete Dachkammerfenster herein, setzte sich an meinen Schreibtisch, ordnete all die Notizen und Karteikarten, die überall wie Teile eines Puzzles herumlagen. Dann flog sie zu mir, flüsterte mir etwas ins Ohr, gab mir einen flüchtigen Kuss und schwirrte davon. Da bin ich eingeschlafen. Heute dann…

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Moin. Sams-Tag 20.6. 2020 Sommeranfang…

Teichrose. Little Buddah`s Botanical-Garden in Longue Cornet. Gestern. Heute auch. Und morgen wieder.

Moinsen. Sonne scheint, Wind weht, Kirschen rot. Müllerin müde. Kaffee da, wo er immer steht, Zeitung , noch eine , das muss reichen, sonst wird Ihnen übel. Ich bin müde und wortkarg, trink meinen Tee und mach mich dann auf zum Markt, den Lotto-Gewinn abholen. 3 Richtige, reicht leider nicht aus, um meine eigene Zeitung für Langenhorn zu gründen…Ich wünsche Ihnen einen guten Start in den Tag, der Ihnen schöne Erlebnisse bringen möge und viel Freude am Sommer… Bis später…

Kurz vor Mitternacht in der Mittsommernacht

Mittsommernachtsfeuer. Altes Bild, heute mochte ich nicht mehr photographieren. Aber es gab ein schönes Feuer.

Mittsommernacht

Durchs Gewölk die Sterne lauschen,
Und der Lilie Duft erwacht;
Willst du mich, wie sonst, berauschen,
Dunkelschwüle Sommernacht?

Deiner Elfen Schwärme kreisen
Lockend wieder um mich her,
Doch auf ihre Zauberweisen
Find‘ ich nicht die Antwort mehr.

Ach, es wird von keinem Sehnen
Zärtlich mir dies Herz betört,
Und zugleich mit seinen Tränen
Hat sein Hoffen aufgehört.

Nur was einst so süß mir deuchte
Und so schmerzlich als Verlust,
Zieht wie fernes Blitzgeleuchte
Mir erinnernd durch die Brust.

Emanuel Geibel

Moin am Mittsommernachtsmorgen. Fr. 19.6.2020

Botanische Gärten Longue Cornet, Bois de Livre. Gestern. Heute auch.

Moinsen. Es ist grau und bedeckt, leichter Wind, trocken. Und wieder zog ein Gewitter an Langenhorn vorbei, hier sind alle wohlauf, müssen allerdings selbst die Gärten wässern. Kanne Kaffee steht auf dem Tisch, Zeitung hab ich reingeholt, wenn ich ein Frühstück bestellen könnte: Ich nähme heute 2 Eier im Glas, eine Scheibe Toast und einen frisch gepressten Orangensaft. Es ist angenehm kühl in der Dachkammer, heute werde ich auch tagsüber hier arbeiten können. Aus dem Land der eifrigen Küchenbauer gibt es auch Nachrichten, diese ist von gestern, aber brandaktuell. Ich mach mir jetzt einen Tee, Zimmerservice war vorgestern, jetzt muss ich wieder selbst ran. Starten Sie in aller Ruhe den Tag – die Nacht wird lang…

Bezirksversammlung Hamburg-Nord

Es hat eine Weile gedauert, bis ich es gefunden habe, genauer gesagt etwa 1,5 Stunden, aber nun hab ich`s. Ich hatte nämlich eine Drucksache gefunden, der ich entnahm, daß die heutige Bezirksversammlung live übertragen werden solle. Kosten, so entnahm ich der Drucksache, 1.500 Euro. Nun weiß ich zwar nicht, was da so kostenintensiv ist, aber egal, dachte ich mir, wenn schon keine Bürger teilnehmen dürfen, da ist es doch, gerade in unserer jetzigen Situation gut, wenn wir “digital” dabei sein können. Wie auch immer: Damit fing die Sucherei an. Im gesamten Internet war, bis heute früh nicht herauszufinden, wo denn “gelivestreamt” wird. Es blieb mir am Ende nichts anderes, als zu tun, was ich mittlerweile hasse: “Behörde” anrufen. Es brauchte insgesamt 3 Versuche und einen Rückruf, bis ich es herausgefunden hatte. Leider war vergessen worden, diese Neuerung samt Link dazu bekannt zu machen, man will das aber nachholen. Falls das nicht klappt, teile ich gern mein Wissen mit Ihnen, ich bekam einen Link zugesandt. Hier können Sie ab 18 Uhr zuschauen und hier ist die Tagesordnung. Punkt 6.9 betrifft die Tarpenbek. Sie sollten diese Gelegenheit, sich selbst ein Bild zu machen, nutzen. Demokratie ist lustig, Sie sollten die Vorstellung echt nicht verpassen….

Und hier noch ein Link. Bezirksversammlung. Damit Sie wissen, welches Stück gegeben wird und wer die Akteure sind.

Neues Interview mit Prof. Bär

Prof. Bär lässt sich die Sonne auf den Pelz brennen.

Eine Sondersendung von Antenne Freie Dachkammer, Ihr virtueller Radiosender in und für Langenhorn. Immer aktuell und richtig schnell.

Hier ist wieder Ihre Wilde Hilde, heute mit einer wenig erfreulichen Nachricht für die Langenhorner. Die Hoffnung, die Sie in Christian Landbeck, der kurzfristig zum Regionalbeauftragten ernannt worden war, gesetzt haben, erwies sich als trügerisch. Antenne Freie Dachkammer hat Kosten und Mühen nicht gescheut und so melde ich mich heute aus “Miller`s Garden” in Longue Cornet, wo unser Sachverständiger in Lebenslagen, Professor Bär, seinen Sommerurlaub verbringt. Herr Professor, erstmal Guten Tag und vielen Dank, dass Sie Ihr Sonnenbad für uns unterbrechen…

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