
Ich schrieb Ihnen ja von der Traurigkeit, die mich in der Mittsommernacht anfallsartig überkam. Ich will Ihnen heute erzählen, woher sie kam. Als ich in dieser Nacht am Feuer saß und die vergangenen Wochen an mir vorbeiziehen ließ, auch die vielen Gespräche, mit Menschen, die in Langenhorn ebenso unter der Wegsperrung leiden, wie ich und meine Freundin Rosemarie, da fing sie an. Ich habe in diesen Tagen mehr Langenhorner kennengelernt, als in den vergangenen 15 Jahren zusammengenommen. Sie erzählten von den Erfahrungen, die sie selbst mit Behörden gemacht haben, von den Enttäuschungen, die ihnen Lokalpolitiker bereiteten, von der Ohnmacht, die sie zunehmend spüren, von der inneren Imigration, in die sie gegangen sind, obwohl sie einmal sehr engagiert waren. Von der Verletzung, die sie empfanden, weil sie sich be- und ausgenutzt fühlten…
„Was lange gärt, das wird zur Wut.“ weiterlesen







