Ungelöste Probleme lösen. Erster Schritt : Aussprechen, was ist.

Wenn ich gestern von ungelösten Problemen schrieb, die überall herumliegen, dann ist das nicht so, daß es nicht auch Menschen gäbe, die, anders als Rechtsextreme, unsere Probleme nicht nur beklagen, sondern auch konstruktive Lösungsvorschläge machen.
Eine Vielzahl wohlwollender und kluger Menschen, leidenschaftliche Demokraten, haben diese Probleme schon vor langer Zeit benannt und konstruktive Vorschläge zu deren Lösungen gemacht…

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Donnerstag, 3. September 2020. Noch ein Ruhetag.

“Volle Farben”. Eine temporäre Ausstellung in den botanischen Gärten Langenhorns. Eintritt: Frei. Um Achtsamkeit wird gebeten.

Moin. 10 Grad, Wind: still, Sonne: scheint. Scheiben: nass. Der Tag fühlt sich ganz gut an, mein Rücken weniger. Ich hab in den vergangenen Tagen viel in diesem Tagebuch gelesen, mich erinnert, an den Anfang dieser Pandemie. Wie das da war, wie es sich anfühlte, welche Sorgen, welche Hoffnungen ich hatte. Wie dann alles seinen Lauf nahm und wie schwer es war, den Tagen eine Struktur zu geben, einen Rhythmus zu finden, eine Melodie, die durch die Zeit trägt. Ich wünsche Ihnen einen liebevollen Tag, mit guten Gedanken und einer Hoffnung, die sich erfüllt. Leben Sie ihn mit Freude.

Moin. Mittwoch, der 2te September 2020

Fritzchen beim Frühstück. Rastplatz am Eichhörnchen-Schnellwipfel “Nuts to fly”.

Moin. Himmel zartblau mit Schleierwolken, die Sonne versucht zu lächeln, sehr feucht, 11 Grad frisch. Gut geschlafen? Hoff ich doch.
Stille Tage in Langenhorns Freier Dachkammer, für mich kein Grund zu klagen. Ich lese mit Staunen die Zeitungen, in denen Politiker sich mit Vorschlägen überbieten, wie denn der Reichstag in Zukunft zu sichern seie, statt einfach mal genau hinzusehen, was in der Vergangenheit geschah. Es ist alles wie immer: Empört sein, lauthals beklagen, Gesetze verschärfen, den Rechten die Themen wegnehmen. In völliger Verkennung der Tatsache, dass die es sind, die den “Altparteien” die Themen wegnehmen. Diese Themen, das sind all die ungelösten Probleme, die überall herumliegen und uns zu ersticken drohen, heraufbeschworen durch eine “neoliberale” Politik und von ihr entfesselte Märkte, die unausgesetzt unzählige Menschen in einer Art und Weise belasten, die für sie nicht mehr tragbar ist. Die AfD geht mit der bloßen Benennung dieser Probleme und haltlosen Heilsversprechungen seit Jahren erfolgreich auf Stimmenfang. Jedes hausgemachte, neu geschaffene, nicht gelöste alte, jedes verschwiegene, verleugnete Problem hat dafür gesorgt, dass extreme Rechte in ein Parlament nach dem anderen einziehen konnten. Zunehmend spalten sie ein Land, dessen Bürger an den sozialen und persönlichen wirtschaftlichen Folgen seiner Wiedervereinigung (bei der schwerste Fehler begangen wurden) schwer zu tragen haben. Doch auch das wird von den “Altparteien” geleugnet oder es wird in unerträglicher Weise darüber hinweggeredet…

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Filmtipp

Gestern Nacht lief ein alter Film, den ich ganz großartig fand, und den ich Ihnen gern empfehlen möchte: “Der Präsident”. Hier können Sie einen Auschnitt sehen.
Er lief auf arte und ist in der Mediathek zu sehen.

Vom anhaltendem Lächeln am Fuße der Leiter.

“Lange Nacht des Mondes”. Eine Veranstaltung im Freiluftplanetarium Langenhorn. Eintritt frei.

Der Montag ist rum. Keine Ahnung wie der Ihre war – meiner war überaus fruchtbar. Schade, dass Sie mich nicht lächeln sehen können…
Ich hab mich ein bißchen bewegt, ein bißchen gegessen, ein bißchen geschlafen und viele viele Zettel und Karteikarten vollgeschrieben, weil ich immernoch nicht weiß, wie mein Diktiergerät anzuwenden ist. Und ja: Ich habe es ausgesprochen stark technikaffinen Männern samt Gebrauchsanweisung in die Hand gedrückt:
Keiner hat das Rätsel je gelöst…
Wie auch immer: Ein Tag voller Überraschungen…

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Moinsen. Montag. Der letzte Tag im August 2020.

Blauer Hibiscus. Schönheit in den Botanischen Gärten von Longue Cornet. Jetzt.

Moin. Nicht nass, kein Wind, keine Sonne. Frisch, bei 13 Grad. Ich hab nach wie vor Rückenschmerzen, weil ich in der letzten Woche viel gesessen und mich wenig bewegt hab – das werd ich in dieser Woche mal umgekehrt machen. Ich fang gleich heute damit an, wird mir nicht leicht fallen, aber watt mutt, datt mutt. Bewegen bringt Segen.
Swingen wir uns also mal rein, in diesen ersten Tag der neuen Woche, der auch der letzte dieses Monates ist. Wir werden sehen, was sie uns bringt…
Hupps… Jetzt hätt ich doch fast vergessen, Ihnen die Zeitung dazulassen. Ich leg sie auf den Küchentisch.
update: War noch eine im Kasten. Herausragend.

Lieber was zum kucken? Dies hier ist die Szene, die unmittelbar dem “Filmprodukt” von gestern vorausging. Genau hinhören. In beiden Videos. Und diesem.
Und dann nachdenken …

Moin. 30. August 2020. Der Sonntag danach….

Photo: pixabay

Ein guter Morgen ist es jedenfalls nicht, auch wenn die Sonne scheint. Wie könnte er auch, nach einem solchen Samstag?
Zeitungen? Bitte: Hier, hier, hier, und diese auch noch. Aus diesem letzten Artikel möchte ich zitieren: “Auf Twitter verbreitete Videos zeigen, wie die Menschen die Absperrungen vor dem Gebäude durchbrachen und die Treppe hoch rannten. Offenbar war zu diesem Zeitpunkt nicht genügend Polizei vor Ort. Zumindest einige der Demonstranten dürften aus dem rechten oder rechtsextremen Spektrum stammen, es waren Reichsflaggen und Flaggen aus der Nazizeit zu sehen wie die Reichsdienstflagge.”
Ich möchte hinzufügen: Auch die “Reichskriegsflagge” von 1933 , die ab 1935 nur noch an “Gedenktagen” genutzt wurde, nachdem 1935 die Hakenkreuzflagge eingeführt worden war. All diese Flaggen sind Sammlungssymbole der neuen Nazis. Wenn ich nun lese, wie empört Politiker darüber sind, daß Reichsflaggen vor dem Parlamentsgebäude zu sehen waren, wie beschämend sie es finden, dass diese Bilder nun um die Welt gingen, dann frage ich mich allerdings, warum der Reichstag nicht deutlich stärker gesichert war. Wie kann es sein, dass das für Nazis überaus symbolträchtige Ziel so unzureichend gesichert war?

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Moinmoin. Freitag, der 28. August 2020. Wochenend – kein Sonnenschein.

Moinsen, meine Besten ;-). 15 Grad, kein Wind, bewölkt, die Stimmung leicht gehoben. Das war gestern Abend noch anders, ich war doch recht erschöpft, weil ich ja doch nicht “frei” hatte, sondern sehr viel gearbeitet habe. Neben all dem “üblichen” Kleinkram habe ich eine Eingabe für die Bezirksversammlung geschrieben und auch schon eingereicht. Zugangsbestätigung von Dataport bekommen, Lesebestätigung auch – also alles auf dem Weg. Dann hatte ich da noch ein paar Verfahrensfragen, die ich nicht mehr habe lösen können, aber heute Morgen lagen die Antworten im Postfach. Genau wie mein Omma immer gesacht hat: Den Seinen gibt`s der Herr im Schlaf. In meinem Fall hat er wohl einen Engel an die Tastatur gesetzt, der mir schrieb…
Wenn es morgen nicht in Strömen regnet, dann werd ich mit dem Langenhörnchen auf dem Markt stehen. Vielleicht sehen wir uns ja dort.
Ob ich heute noch arbeite, weiß ich nicht, mir tut der Rücken weh, weil ich zuviel an der Tastatur gesessen habe. Gestern rund 14 Stunden, – reicht also für heute mit..
So. Teatime. Tee am Morgen – Tag ohne Sorgen.

Über den Unterschied zwischen einem Beschluss und einem “Narrativ”.

Beinahe hätte ich doch vergessen, nochmal auf diese hübsche Mitteilung von gestern zurückzukommen. Ich erwähnte ja schon, dass die beiden, die da auf dem Photo so zeitlos lächeln, Mitglieder des Regionalausschusses sind. Aber wir wollen dennoch das Datum dieser “News” beachten: Der 26. August 2020.
Zwei Tage also nach der Regionalausschusssitzung, bei der man sich mit meiner Eingabe nicht auseinandergesetzt hat, erzählen also Herr Kranz und Frau Timm ihr “Narrativ” von dem, was sie dort auf den Weg gebracht haben. Und das wollen wir uns doch jetzt mal etwas genauer betrachten. Das klingt doch toll, nicht wahr? Weg soll wieder für die Öffentlichkeit zugänglich werden.
Am Schönsten aber ist der Schluss, das “Happy End”.

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