Grüne Seife. Erster Akt, 1. Aufzug.

Ort: Eine Dachkammer. Handelnde Person: Mimi. Und ein Kater namens Paul. Mimi sitzt an der Tastatur, auf dem Tisch leere Teetassen, ein Aschenbecher, allerlei nutzloses, aber sehr hübsches Zeug, viel Papier. Sehr viel Papier… Im Hintergrund läuft leise Musik, Regen prasselt ans Fenster. Mimi tippt mit ganz vielen Fingern vor sich hin. An das Bezirksamt Langenhorn. Wir lesen mit…

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So. Kann los gehen. Premiere.

Herzlich Willkommen in diesem Theater. Gegeben wird die Komödie “Grüne Seife” , eine Produktion des Freien virtuellen Dachkammertheaters Langenhorn. Ich mache Ihnen jetzt noch ein bißchen Musik, damit Sie sich die Chipstüte oder das Popcorn holen können. Obst geht auch. Und dann, wenn Sie es sich gemütlich gemacht haben, dann ruft Sie der Gong und der Vorhang geht auf….

Hereinspaziert …

Wie heißt denn das Stück?

Ehrlichgesagt konnte ich mich lange nicht entscheiden. Im Rennen waren: “Die Schilda von Langenhorn” ( zu …einfach) und “Lost in Langenhorn” (dito). “Das Lächeln am Fuße der Leiter” fand ich passend, gibt es aber schon. (Henry Miller) “Easy Leiter” gefiel mir ebenso gut wie “Die mit dem Lappen putzt” und “Das Dreckige putzend”. Oder “Des Putzteufels General”. Am Ende waren die drei mir aber zu … putzig. Dann dachte ich an meine Lieblingsfilme. “Und täglich grüßt das Murmeltier” drängte sich nahezu auf, ließ sich aber nicht gut abwandeln. Und dann hatte ichs. Freies Assoziieren gehört ganz unbedingt dazu, zu meinem schriftstellerischen So-Sein.

Die Komödie soll heißen : GRÜNE SEIFE

Eine Produktion aus dem Freien Langenhorner virtuellen Dachkammertheater. Ab Morgen hier. Eintritt frei. Für heute: Feierabend. Mit Musik.

Frau Müller macht Theater

Derzeit schreibe ich an einem Theaterstück. Ein Schauspiel mit einer noch unbekannten Anzahl von Akten. Und Sie sind live dabei. Keine Ahnung, ob das schon mal irgendjemand gemacht hat, aber ich find die Idee gut. Kunst kommt einem meist ja so fertig daher. Irgendeiner hat sich was ausgedacht, dann wird man mit dem Ergebnis konfrontiert und je moderner die Ausführung, desto weniger versteht man sie.

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Frau Müllers Gespür für Plakatiefes.

Jetzt beschäftige ich mich seit einer Woche kaum mit etwas Anderem als mit Schildern, da stellen sich mir auch noch Plakate in die Wege. Ich weiß nicht, wie es Ihnen damit geht, aber für mich ist der Gang zum Markt derzeit sowas wie Spießruten laufen. Wo ich geh und steh, auf Schritt und Tritt, auf jedem verfügbaren Grünstreifen, an jeder Laterne: Wahlplakate. In allen Farben und Größen.

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