So. Nun ist meine Traumreise beendet. Gestern noch Longue Cornet, heute wieder Langenhorn. Ein Feuerchen werde ich mir zur Nacht machen, ein Glas Wein trinken, mich erinnern. Und Morgen? Morgen ist auch noch ein Tag. Wir werden sehen, was er bringt. Für mich in jedem Falle Gelassenheit… Schlafen Sie gut.
Mein Hottemax. Ehemaliger Amtsschimmel, für die dienstliche Verwendung in Behörden zwar besonders geeignet, aber ebenso unerwünscht wie “mündige Bürger.”
Gedanken bei der Heimreise. Erinnern Sie sich an den Amtsschimmel, den ich mal verlinkt habe? Der steht in Ahrweiler vor der Kreisverwaltung, aber ich konnte über ihn und seine Geschichte oder wer ihn gemacht hat, auf Anhieb nichts herausfinden… Schon als Kind habe ich mich dafür interessiert, was da so herumsteht, in den Strassen, wer es aufgestellt, hat, wer abgebildet ist oder was es überhaupt bedeuten soll. Wer es gemacht hat. Dass das “Kunst” ist, erfuhr ich erst viel später. Und so hat mich auch die Plastik vor dem Bezirksamt Nord interessiert, die allgemein als “Die Liegende” bezeichnet wird. Lassen Sie sie einmal auf sich wirken, sehen Sie sie sich genau an….
Summertime Feelings: Kassiopeia spielt mit dem Hasenschäflein “Hoppe, Hoppe, Reiter.”
Moinsen. Ich bin auf dem Weg, wir sehen uns spätestens am Lagerfeuer. Der Dreierbande habe ich davon nichts gesagt, nur ein paar Zeilen hinterlassen. Ich gönn Ihnen die Erholung. Mir auch. Heute morgen musste ich erneut Links reparieren. Ich weiß nicht, wie unzählig viele Male ich gestern die verweisenden Links auf Drucksache und Tagesordnung immer und immer wieder neu eingestellt habe. Immer wieder waren die weg und es kamen statt dessen Fehlermeldungen. Ich hoffe, jetzt läufts, und hält länger als eine Nacht. Das ist er also, mein letzter “Ferientag”, von einem sehr seltsamen Alltag. “Wenn Eine eine Reise tut, hat sie was zu erzählen.”. Ich reise nun aber schon mein Leben lang – wo soll ich anfangen? Wo beginnt sie, meine Erzählung? Ich hab mich für das Hier und Jetzt entscheiden. “Hier”, in Langenhorn. Und “Jetzt” ist…immer.
Wenn Sie sich auf das “Hier und Jetzt” vorbereiten möchten, dann ist hier noch ein Link. Sie sollten wissen, welche Menschen die Geschicke Langenhorns bestimmen, welche Haltungen Sie uns gezeigt hatten – und ob sie sie immernoch haben. Machen wir also einen Ausflug in eine Welt, die zwar “formal” die unsere ist, aber uns völlig fremd geworden.
Robbie, Häuptling lose Zunge, kurz bevor er sich verplaudert .
Robbie hat mich zu einem Begrüßungsknöllchen überredet. Und weil er ja nix verträgt und der erste Schluck bei ihm schon wirkt, wie Sprechperlen auf einen Wellensittich, da bekam ich dann doch noch Kenntnis von einer Drucksache. Von heute, ganz frisch auf dem Markt. Zur Bezirksversammlung am 18.6….Und grad jetzt, in diesen Stunden, da läuft die Regionalausschusssitzung. Da gibt es eine Tagesordnung. Lesen Sie sich das alles mal in Ruhe durch und machen Sie sich auch ein paar Gedanken. Das entwickelt sich ja alles unter Ihren Augen, Sie haben also alles, um sich ein Bild von der Lage zu machen… Ich werd mich jetzt noch ein bißchen unterhalten. Mit meinen angheiterten Freunden. Mal hören, was man mir sonst noch so verschweigen wollte… Und Morgen, da pack ich dann den Rucksack, paddle nach Hause und bau mein Zelt im Garten auf. Und Nachts, wenn wir, also Sie und ich, am Lagerfeuer sitzen, da trink ich ein, zwei Gin-Tonic und plaudere mal ein bißchen aus dem reichen Schatz meiner gemachten Erfahrungen… Ich wünsch Ihnen noch einen sehr sehr entspannten Abend…
Ihr Lieben daheim! Mit der Ruhe auf meiner Insel ist es wohl vorbei. Prof. Bär, das Hasenschaf und Robbie kamen heute angepaddelt, für “Sommerfrische”, wie der Bär sagt. Und natürlich, um mich auf dem Laufenden zu halten. Aber es liefe … Nichts. Ich hab nicht mal das Zelt aufbauen können, so schnell waren die hier. Aber ich kann mir ruhig Zeit lassen, sagt das Hasenschaf, sie nähmen ja mein Zimmer und wann ich zu Zelt wolle, das sei ja nun wirklich allein meine Sache. Dann hat es sich über den Salat hergemacht. Robbie und der Bär hängen auf meiner Nachmittagsbank ab, Pause, so heißt es, nach der Paddelei sei ein Plätzchen im Schatten mit ner kalten Knolle ganz schön – ich kennte mich ja schon aus in Longue Cornet und fände mir sicher “spielend” ein neues, genau so kühles, Plätzchen, möge aber nicht trinken, sonst bekäme ich das Zelt nicht aufgebaut… Ich geh jetzt zum Hafen, vielleicht geht heute noch ein Paddelboot nach Haus. Ich hab mir das anders vorgestellt. Bitte haltet Gin-Tonic bereit. Völlig fertig grüßt Mimi
Bleib wo Du bist +stop+ Wir kommen! +stop+ Bau schomma datt Zelt auf +stop+ Stell datt Bier kalt +stop+ Hasenschaf will Kopp Salat +stop+ Bär Honigwein +stop+ Bis gleich..
Im Moment, als Frau Müller in Longue Cornet das Telegramm liest, sehen Till und Hilde sich strahlend an. Wie aus einem Munde tönt es jauchzend durch die Dachkammer: Yepp! Sturmfreie Bude!. Der Putzdrache? Der ist ausgeflogen. Reinigt ein paar Schilder 😉 .
Moinsen, meine Lieben. Ich bin immer noch unschlüssig, ob ich nicht ein paar Tage länger bleibe, ich bin ja grade mal den 6ten Tag hier. Arg wenig. Das Wetter ist wieder so schön, und ich verspüre keine große Lust auf alten Ärger. Habe gestern mit Professor Bär telefoniert, es sagt, es gäbe ohnehin keine Post und auch sonst nichts für mich zu tun, ich solle ruhig etwas länger bleiben und mich mal richtig erholen. Gestern habe ich den Nachmittag komplett verschlafen, bin also wohl doch noch sehr müde. Geh jetzt erstmal zum Frühstück, danach sehe ich weiter. Ich melde mich beizeiten. Eure Mimi.
Für all die tatkräftigen und wunderbaren Frauen Langenhorns.
Schwestern, (laut aufdrehen) Ihr habt allen Freunden der Tarpenbek heute einen großen Dienst erwiesen. Und mich so zum Lachen gebracht. Danke dafür! Darauf können wir mal ein Eis bei Ben (Jacobs) speisen. Ich lad Euch heute schon dazu ein! Natürlich mit dem gebotenen Abstand…
Moin, meine Lieben! Weder von Tropentemperaturen noch vom Monsun habe ich hier etwas mitbekommen. Der Morgen ist angenehm, alles nass, aber kein Wind und kein Regen. Das Dorf liegt recht hoch, höher wohl, als die Kirchturmspitze des Michel und auch in der Vergangenheit erwies sich die Lage schon oft als günstig. Die kleinen Gewitter waren reinigend, die Luft ist klar. Stellt Euch vor, mancher Bericht aus der Heimat schafft es auch bis auf diese abgelegene Insel. Dass die Römer spinnen, wissen Viele ja, seit sie Asterix lasen, aber dass Sie selbst Römer sein könnten und das kleine gallische Dorf überall sein kann, gehört zu den Erfahrungen, die Manche erst noch machen müssen. Ich geh jetzt erstmal zum Frühstück (Toast, Bacon, scrambled eggs, Tee und Orangensaft) und später schreib ich einen ausführlichen Brief. Eure Mimi, die immer noch Muskelkater hat.
Ihr Lieben. Das Wetter kommt, gerade fängt es an zu regnen und ich habe mir ein trockenes Plätzchen mit Aussicht gesucht. Auch erster Donner ist zu hören. Ich hab mir in der Bücherstube ein Buch gekauft , damit ich etwas zu lesen habe, wenn es so dicke werden sollte, wie die Wetterfrösche prophezeit haben. Ich denke oft an Euch, und was Ihr wohl so macht. Ich erhole mich sehr, die körperliche Arbeit tut mir gut, auch wenn die Muskeln katern. Noch ein, zwei Wochen und ich bin körperlich hoffentlich wieder etwas fitter. Die Arbeit auf dem Felde bekommt mir sehr gut. Für Morgen habe ich umsichtig einen Regenwetter-Kurs gebucht: Hinterglasmalerei am Bildschirm. Bei gutem Wetter gibt es stattdessen “Tiefteichtauchen für Anfänger, eine kleine Einführung in die Mitte des Gartenteichs.” Ich dachte, ich mach das mal mit, nachdem ich im letzten Jahr daheim fast abgesoffen bin. Ich muss jetzt los, will die Regenpause nutzen, um trockenen Fußes zurück ins Hostel zu kommen. Es gibt bis 14 Uhr noch den legendären Gemüsewok, den darf ich nicht verpassen. Mimi