Mittwoch, der 24. Juni 2020. Johannistag

Hier leb ich, hier lieb ich, hier bin ich zu Haus….

Moinsen.Strahlender Sonnenschein, kein Wind, nichtmal ein Hauch, Himmel blau. Wird sehr heiß und was schwer wiegt: es wird keinen Regen geben. Es ist viel zu trocken, das dritte Jahr in Folge… Eine Kanne Eiscafe steht auf dem Tisch, es sind ein, zwei Zeitungen da, ich geh jetzt erstmal eine kleine Runde mit Rose spazieren, nachher ist es zu heiß und beschattet an der Tarpenbek können wir ja nicht mehr laufen…Bis gleich.

Heute findet eine Bürgerschaftssitzung statt. Hier können Sie ab 13:30 Uhr zuschauen
Und dort gibt es auch einen Link auf die Tagesordnung. Darin enthalten ein Antrag auf Verfassungsänderung , der für uns, in vielerlei Hinsicht, von besonderem Interesse ist. Den sollten Sie sich durchlesen !
Und dann ist ja auch schon Sommerpause. Und die Tarpenbek noch immer hinter Gittern…
So viel entgangene Lebensfreude, so viele Einschränkungen im Alltag und bei der Gesundheitsvorsorge. Und gerade für ältere Bürger eine so massive Einschränkung der Lebensqualität, wie sie sich die, die dafür verantwortlich sind, nicht vorstellen können und auch ganz offenkundig nicht wollen. Ich habe in meinem Leben nur Weniges richtig übel genommen, aber die Vorgänge um die Tarpenbek haben nun unbestritten Platz 1 auf meiner Liste.

Frau Müller auf Forschungs- und Zeitreise.

Die Zeitreisende hat Urlaubsphotos in Dänemark gemacht. Schmuggelstieg am Ochsenzoll.

Zeitreisen kann man relativ gefahrlos machen. Man setzt sich einfach ohne Maske allein vor den PC und vergräbt sich in Archive. Sie ahnen ja nicht, was es da alles gibt. Spaß, Spiel und Spannung. Das liegt an der dynamischen Lage und an der Hitze, dass ich das tue und ich kann sagen: Es macht mir viel Freude. Wenn dann später die Dachkammer zur Sauna wird, dann macht das gar nichts, denn ich befinde mich derzeit im Langenhorner Kosakenwinter und Woldemar Hermann von Löwenstern rückt gerade … ach, watt soll ich Ihnen datt erzählen, Sie können sich ja selbst erfrischen. Alles fing damit an, dass ich von dem freundlichen und sehr kundigen Herrn Möller vom Langenhorn-Archiv eine alte Karte kopiert bekam. Eine Schatzkarte! Miss Mimi Marple hat, wissbegierig wie sie ist, die Spur sofort! aufgenommen… und …Bingo! Noch dynamischere Lage!!! Täglich neue Überraschungen, und dann auch noch so gute!…Jedenfalls schnapp ich mir jetzt einen Pastis und lege mich genüßlich zurück. Ein Tag wie aus dem Bilderbuch! Bin schon wieder weg, ich wollte nur mal ein kleines Triumphgeheul anstimmen…

Moin. 23.Juni 2020. Tag mit Johannisnacht.

Miller`s Garden, Longue Cornet . MeinOrange. 😉 Eindeutig schöner. Ganz lebendige Linienführung.

Guten Morgen. Die Sonne scheint, es weht kein Wind – das wird ein heißer Tag. Ich hab gut geschlafen, Sie hoffentlich auch. Ich bin innen wie aussen wohlsortiert, hab mein altes Sommerkleid angezogen und freu mich. Ich will jeden Tag genießen, das Leben ist doch so schön, was soll ich mich da über “Behörde” und die Lokalpolitik ärgern? Außerdem will ich noch Bohnen säen.

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Wenn…

also wehenn….Sie sich gerade so fühlen sollten, wie ich mich fühle, dann haben Sie einen sehr glücklichen Tag gehabt. Wenn nicht, dann vielleicht morgen. In jedem Falle wünsche ich es Ihnen von Herzen und dazu noch, daß Sie schon heut Nacht davon träumen. Bis Morgen.
Mein Hit des Tages? Dieser. Ich hatte heute eine Erleuchtung. Und jetzt bin ich wieder…

Freie Wege !

Mo. 22. Juni 2020. Langenhörnchens Kirschentag

Langenhörnchens Mittsommerfest

Moinsen. Mal Sonne, mal Wolken, Wind. Es soll heiß werden, ich hoffe, nicht hier. Eine Zeitung, mehr kann ich mir nicht zumuten, Kaffee steht auf dem Tisch. Ich wünsche Ihnen einen guten Start in die Woche. Ich muss, wieder mal, meinen Alltag neu strukturieren. Gestern hab ich noch überlegt, wie ich alles gleichzeitig erledigen kann. Watt soll ich sagen? Et is nix bei rausgekommen…In jedem Falle will ich hier weiterschreiben, Klagen hin, Tullus her, – es macht mich froh, ich bin nicht bereit, darauf zu verzichten. Das Kirschfest vor meinem Fenster hat begonnen, die roten Kirschen gehören alleine den Vögeln und Eichhörnchen. Das ist das Eintrittsgeld für mein Fenstertheater, in dem es zu keiner anderen Zeit so viele Vorstellungen gibt, mit täglich wechselndem Programm und vielen neuen Stars. Gehen Sie`s langsam an. Und was immer Sie tun: Machen Sie es mit Freude. Nicht vergessen: Alles wird gut.

Beinahe hätte ich doch vergessen zu sagen: Eine Langenhornerin, die auch Sekretärin ist, hat mir angeboten, die Schreibarbeiten, die für die Klage bei Gericht erforderlich sind, für uns zu erledigen. Das ist ebenso großartig- wie großzügig. Ich bedanke mich dafür sehr.

Die Selbstverzwergung der Lokalpolitik und meine Trauer.

Ich kann also aus eigener Erfahrung sagen, dass das, was den Bürgern in Langenhorn geschieht und auf ihren Seelen lastet, überall passiert. (Außer vielleicht den Bürgern von Groß-Borstel. Aber ich fürchte, auch da sind die Interessen der Bürger nur bedingt die derer, die sich als ihre “Lobbyisten” verstehen.) Und es passiert nicht nur in Hamburg. Es passiert in jedem Bundesland, in jeder Stadt. Überall. Weil etwas faul ist im Staate. So faul, dass es zum Himmel stinkt.

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Was lange gärt, das wird zur Wut.

Hoffnungskeimer. Langenhorn Markt.

Ich schrieb Ihnen ja von der Traurigkeit, die mich in der Mittsommernacht anfallsartig überkam. Ich will Ihnen heute erzählen, woher sie kam. Als ich in dieser Nacht am Feuer saß und die vergangenen Wochen an mir vorbeiziehen ließ, auch die vielen Gespräche, mit Menschen, die in Langenhorn ebenso unter der Wegsperrung leiden, wie ich und meine Freundin Rosemarie, da fing sie an. Ich habe in diesen Tagen mehr Langenhorner kennengelernt, als in den vergangenen 15 Jahren zusammengenommen. Sie erzählten von den Erfahrungen, die sie selbst mit Behörden gemacht haben, von den Enttäuschungen, die ihnen Lokalpolitiker bereiteten, von der Ohnmacht, die sie zunehmend spüren, von der inneren Imigration, in die sie gegangen sind, obwohl sie einmal sehr engagiert waren. Von der Verletzung, die sie empfanden, weil sie sich be- und ausgenutzt fühlten…

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Moinsen. Sonntag. 21.Juni. Alter Sommeranfang.

Moin. Heute ist schon wieder Sommeranfang. Der von früher. Wir können also weiterfeiern. Gestern war die Feier feucht-fröhlich mit Fisch, Pellkartoffeln und Aquavit – heute reicht ein Glas Wasser und ne Kopfschmerztablette. Ich bin schon frisch, ganz ohne Pille, hab Ihnen schon Kaffee hingestellt und kann sagen: Die Sonne scheint, mäßiger Wind, der Himmel ist blau mit Schäfchenwölkchen, es sieht nach einem richtig schönen Tag aus.
Ich hab einen klitzekleinen Schnupfen, weil ich in der Dachkammer gezielt und mit Vorsatz Durchzug zum Einsatz brachte. Das ist meine Art von Klimaanlage, und da hab ich mich dann mitten hinein gesetzt. Es war klar, daß das Folgen haben könnte, aber ich habe es genossen und bereue nichts. Es war ja auch nur ein halbes Stündchen, also in etwa einen Tag Triefnase. Das halt ich durch – und das Fenster heute geschlossen. So, und nun mach ich einen Morgenspaziergang durch die intervernetzte Welt und besorg uns mal ne Zeitung… Bis gleich. Meine allerherzlichste Grüße gehen nach Bremen 🙂

Sich die Fühler nicht ausreissen müssen…

Photo von Susanne Jutzeler, Pixabay.

Summ, summ, summ.
Es gibt immer mehr Menschen, die sich in dankenswerter Weise um unsere Honigbienen sorgen und sich als als Freizeit-Imker betätigen.
Ich sah in der heutigen Nacht einen kleinen Film, den ich für sehens- und bedenkenswert halte. Es geht um die Varroamilben, Säuren als Milbenbekämpfungsmittel und um: Bücherskorpione und Grooming. Die Informationen möchte ich sehr gern weitergeben. Hier.